Heft 241 Oktber 2010
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Garten im Herbst

Herbstzeit - Gartenzeit

Wenn die Tage kürzer werden, ist viel zu tun


Der Herbst begann in diesem Jahr - rein astronomisch gesehen - am 23. September, 05:09 MESZ. Der Natur ist dieser Zeitpunkt ziemlich egal - sie begann sich schon vorher langsam zu verändern. Bäume, die nicht zu den immergrünen Pflanzen zählen, beginnen sich jetzt zu schützen und entziehen ihren Blättern das Blattgrün (Chlorophyll). Es wird jetzt in den Zweigen gespeichert. Da sich in den Blättern oft noch andere Farbstoffe befinden, beispielsweise Carotine (rot) und Xantophylle (gelb), die im Sommer von dem kräftigen Chlorophyll überdeckt wurden, treten diese jetzt in den Vordergrund und sind für das vorrübergehende herbstliche Farbenspiel verantwortlich. Dann fällt das Laub von den Bäumen und es beginnt die Zeit des Fegens. Eine Alternative zum Fegen ist zwar der Laubsauger, aber er wird von vielen Gartenbesitzern abgelehnt, weil er zu teuer und zu laut ist. Alternativ können mit extragroße Laubbesen große Flächen schnell gesäubert werde. Wohin dann mit den Laubmengen? Die Biotonne ist im Herbst meist schon kurz nach der wöchentlichen Leerung voll und die eigene kleine Kompostecke verträgt solche Mengen auch nicht. Empfehlenswerter, aber auch teilweise mit mehr Arbeit verbunden, ist die Wiederverwendung im eigenen Garten - als Mulchgut in Beeten und unter Bäumen.

Rasenpflege

Ist der Rasen vom Laub befreit wenden wir uns ihm schnell zu - bevor die nächsten Blätter fallen: Er sollte immer noch wöchentlich - mindestens aber alle 14 Tage - gemäht werden. Das geht auch im November so weiter: Hochgewachsener Rasen kann schnell vom Schneeschimmel befallen werden. Der Rasenmäher darf also noch keinen Winterschlaf machen. Empfohlen wird auch eine »Kalium-betonte« Düngung - das dient der »Abhärtung« der Gräser. Jetzt ist es auch höchste Zeit so genannte »wurzelnackte« Gehölze zu pflanzen. Der Name verweist darauf, dass sie ohne Erdballen oder Topfballen (auch Container) in den Verkauf kommen und dem Kunden mit nackten Wurzeln - eben wurzelnackt - angeboten werden. Sie müssen spätestens im Oktober in die Erde, damit sie noch Zeit haben im Herbst anzuwachsen. Der nächste Weg führt zu den Stauden - jenen »ausdauernden krautigen Pflanzen, deren oberirdische Pflanzenteile im Gegensatz zu Bäumen und Sträuchern nicht verholzen, sondern krautig weich sind und in der Regel nach jeder Vegetationsperiode absterben.« Da sie, im Gegensatz zu den anderen krautigen Pflanzen (den Einjährigen und den Zweijährigen), mehrere Jahre überdauern und in jedem Frühling erneut blühen und fruchten, sollten jetzt die abgestorbenen Stängel abgeschnitten werden. Außerdem ist jetzt die beste Zeit, sie zu teilen. Letzteres gilt übrigens auch für die Pfänzlein im Kräutergarten.

Igel-Paradies

Wenn Sie Ihren Garten igelfreundlich machen wollen, sollten Sie beachten, dass Durchgänge zu anderen Gärten bestehen. Igel durchstreifen große Gebiete auf der Nahrungssuche. Als Umzäunung gut geeignet sind Hecken und Lattenzäune. In grobmaschigem Draht können sich Igel verfangen; Drahtzäune sollten nicht bis auf den Boden reichen. Auch Stütz- und Gartenmauern sollten Durchschlüpfe erhalten. Wichtig: Pflanzenschutzmittel und Unkrautvernichter töten Insekten, Igel finden keine Nahrung. Wenn »Schädlinge« überhand nehmen, sollten sie nur mit ökologisch verträglichen Mitteln bekämpft werden. Verwenden Sie keinen Kunstdünger! Komposterde, Rindenmulch, Gesteinsmehl und ähnliche natürliche Dünger erfüllen den gleichen Zweck und schaden keinem Tier.

Blumenhaus Smedla

Das Blumenhaus-
Smedla-Team
Das Blumenhaus- Smedla-Team

Mit Beginn des Herbstes heißt es wieder für alle Hobbygärtner, Terrasse, Balkon oder Garten von den Sommerpflanzen zu befreien und Neues zu setzen. Trotz des Temperaturabfalls können kälteresistente Eriken, Astern, Stiefmütterchen, Chrysanthemen, verschiedene Gräser und Alpenveilchen in rot, weiß oder lila mit ihren farbenfrohen Blüten noch einen wenig spätsommerliches Flair in die heimischen Umgebung zaubern. Alle Gewächse lassen sich zudem hervorragend miteinander kombinieren. Das Blumenhaus Smedla bietet neben einer riesigen Auswahl an Herbstpflanzen und -blumen auch Zierkürbisse in verschiedenen Formen und Farben an. Gerne berät Sie das Team um Inhaber Christian Smedla und gibt ausführlich Tipps für die Neubepflanzung und richtige Pflege.

Kunst und Tipps für den Garten

Pflanzenverkauf Münch GmbH

Sie beißen nicht und sind auch keine Wachhunde, aber die witzigen, bunten Möpse aus wetterfestem Kunststoff setzen wunderbare Farbakzente auf Balkon, Terrasse und im Garten. Außerdem eignen sich die ausgefallenen Kunstobjekte für den Außenbereich ideal als Geschenk - denn Weihnachten steht vor der Tür. Passend zur kalten Jahreszeit bietet der Pflanzenverkauf Münch auch wieder die kreativ gestalteten und in solider Handarbeit gefertigten Vogelhäuser der Marke »Vogelvilla« an. Für ihre ideenreichen wie professionellen Gartenbauarbeiten ist die Firma Münch bekannt, die in diesem Jahr den Schlossgarten und die Mole am Winterhafen gestaltet hat. Am 2. Oktober lädt sie zum Tag der offenen Gärtnerei in die Fasanenstraße 2 in Stadecken-Elsheim ein. Hier können sich Pflanzen- und Gartenliebhaber viele Tipps holen: Lassen Sie sich von Landschaftsgärtnern erklären, wie man Fertigrasen verlegt, eine Trockenmauer aus Natursteinen baut oder vom Pflanzendoktor Ratschläge geben. Darüber hinaus zeigen Münchs Floristinnen in Seminaren die Fertigung von Türkränzen aus Erika und Naturmaterialien. Für das leibliche Wohl sorgt der Hedesheimer Hof mit seinen Weinen, die Metzgerei Hamm mit Steakbrötchen vom Grill und es gibt Kaffee und Kuchen. Eine Sonderveranstaltung in der Gärtnerei findet am 5. Oktober ab 17.00 Uhr bei freiem Eintritt statt. Beim Rasenseminar informiert Herr Muckenfuss, Fachberater der Firma Oscorna, zum Thema Herbstdüngung ja oder nein?


(-mdl-)