Heft 240 September 2010
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Titelstory

20 Jahre DER MAINZER

Ein Blick zurück und viele nach vorn


Titel

Die Ausgabe 240 ist die Jubiläumsausgabe: Seit 20 Jahren mischt die Stadtillustrierte DER MAINZER im Mainzer Mediengeschehen mit. Wie das Monatsmagazin von denen gesehen wird, die es lesen und die ab und an Rede und Antwort stehen, wollten wir wissen und fragten:

Was halten Sie vom MAINZER?

Titel Harald Strutz, Präsident Mainz 05: DER MAINZER ist eine nicht mehr wegzudenkende Informationsquelle für die Mainzer geworden, in der heiße politische Themen kritisch beleuchtet werden, der unterhaltsame Anekdoten unserer Stadt präsentiert und mit einem Augenzwinkern auch Persönlichkeiten, Institutionen und Kommunalpolitik hinterfragt werden....einfach gut !

Titel Oliver Sucher, Fraktions- vorsitzender der SPD: »Wann kommt der neue MAINZER?« DER MAINZER schafft es die Spannung zu halten und Monat für Monat ein ansprechendes Magazin herauszubringen. Die Redaktion versteht es hervorragend, dem gesteigerten Bedürfnis der Mainzerinnen und Mainzer nach Informationen aus ihrer Stadt gerecht zu werden, nach Wichtigkeit auszuwählen und das Leserinteresse wach zu halten. DER MAINZER informiert, reflektiert, inspiriert, kommentiert und kritisiert. Die professionelle Trennung von Nachricht und Kommentar und der faire Umgang mit Mandatsträgern zeigen, wie souverän die Macher des MAINZERs arbeiten. Danke lieber MAINZER, Kompliment und Glückwunsch. Macht weiter so!

Titel Christopher Sitte, Fraktionsvorsitzender der FDP: Zum 20-jährigen Jubiläum der Stadtillustrierten DER MAINZER gratuliere ich recht herzlich. DER MAINZER ist aus unserer Stadt nicht mehr wegzudenken und hat dabei mit seinen jungen 20 Jahren die journalistische Pubertät gerade erst verlassen. Dennoch konnte er sich viele positive Eigenschaften der Jugend bewahren: Er ist frech, witzig, unkonventionell und denkt auch mal quer.

Zugleich ist er erwachsen geworden: Er ist etabliert, seriös, informativ, aktuell und kritisch zugleich. Für die kommenden 20 Jahre wünsche ich alles Gute und hoffe, dass DER MAINZER die vielen positiven Eigenschaften beibehält und weiter ausbauen kann. Markus Schächter, Intendant des ZDF: »DER MAINZER« wird erst 20 Jahre alt? Es kommt mir vor, als wäre er älter als die Johannisnacht. Beide stehen im übrigen der Gutenbergstadt gut an. Eine Stadt wie Mainz braucht ein Stadtmagazin wie den MAINZER - nah an den Leuten dran, engagiert für die Entwicklung der Stadt, identitätsstiftend, unabhängig, mit einer Prise Humor und manchmal auch ein bisschen unbequem. Mehr davon!

Titel Dr. Simone Sanftenberg, Landessenderdirektorin des SWR in Rheinland-Pfalz: DER MAINZER gibt einer Mainzerin das gute Gefühl, zuhause zu sein. Welchen Laden, welche Gaststätte ich auch betrete - DER MAINZER ist stets schon da, wartet geduldig auf seine Freunde und ist so mit den Jahren selbst ein Teil der Stadt geworden. Viele schöne Erlebnisse und Veranstaltungen hätte ich ohne den MAINZER versäumt. In Ruhe darin blättern hilft verlässlicher, als schnell mal »Veranstaltung + Mainz« zu goo­geln. Außerdem: DER MAINZER ist wie ein Guckloch hinter die Kulissen der Stadt. Glückwunsch!

Titel Martin Lepold, Vorsitzender Werbegemeinschaft: DER MAINZER hat es zwanzig Jahre erfolgreich geschafft, mit einem anspruchsvollen Monatsmagazin ein fester Bestandteil der Mainzer Medienlandschaft zu sein. Er hat sich eine treue Leserschaft erschlossen, die Wert legt auf fundierte Hintergrundinformation zur Mainzer Stadtpolitik, aber auch auf Kultur und rheinhessische Lebensart und natürlich nicht zu vergessen auf die aktuellen Neuigkeiten aus dem Mainzer Einzelhandel. Lieber MAINZER, alles Gute zum Geburtstag und viel Erfolg für die nächsten zwanzig Jahre.

Titel Katrin Eder, Fraktionssprecherin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Eine so bunte Stadt wie Mainz braucht eine ebenso bunte Presselandschaft. DER MAINZER bietet mit seinen Berichten über die Mainzer Kommunalpolitik eine schöne Ergänzung zur Tagespres­se. Diese ausführlichen Berichte und Portraits sind dazu geeignet, den Bürgerinnen und Bürgern die Politik und die Akteure und Akteurinnen in ihrer Stadt näher zu bringen. Für die Zukunft erwarte ich mit dem MAINZER noch viele Mainzer Geschichten zu entdecken. Ich wünsche viel Erfolg für die nächsten 20 Jahre!

Titel Detlev Höhne, Vorstand Mainzer Stadtwerke AG: DER MAINZER hat es in den vergangenen 20 Jahren geschafft, sich in unserer Stadt seinen festen Platz zwischen Tageszeitungen und Anzeigenblättern zu erkämpfen. Mit politischen Beiträgen und interessanten Hintergründen, aber auch mit menschelnden Geschichten, die beachtet werden. Als etwa zur MAINZER-Titelstory zum Harley-Treffen im Zollhafen ein Foto mit mir auf einem Motorrad erschien, wurde ich auf dieses Foto so oft angesprochen, dass ich mich schließlich entschieden habe, den Motorradführerschein zu machen. Das zeigt: Der MAINZER wird gelesen. Auf die nächsten 20 Jahre.«

Titel Dr. Andrea Litzenburger, Fraktionsvorsitzende der CDU: Ich lese den MAINZER seit vielen Jahren regelmäßig. Besonders gefällt mir dabei die Mischung aus Information und Unterhaltung. Dabei werden gerade auch kommunalpolitische Themen anschaulich dargestellt. Immer wieder hilfreich sind auch die Veranstaltungs- und Restauranttipps. Für mich ist DER MAINZER aus unserer Zeitungslandschaft nicht mehr wegzudenken. Ich wünsche dem MAINZER für die nächsten 20 Jahre weiterhin viel Erfolg.

Titel Achim Weitzel, Geschäftsführer SATURN Mainz: Kompliment für die Redaktion: Prallvoll und interessant, kritisch und amüsant. Deshalb geht es mir so wie den restlichen Mainzern: ich lese ihn gerne, den MAINZER. Und weil ihn viele Mainzer lesen ist er für uns ein optimaler Werbeträger. Die besten Glückwünsche zum 20. Geburtstag und einfach so weitermachen.


Unsere Sache

Den Anfang markiert eine klare Aussage: Mainz ist mindestens so gut wie Wiesbaden! Heute kaum mehr vorstellbar (ohne überheblich zu sein!), galt bis in die frühen Neunziger die hessische Landeshauptstadt als etwas in jeder Hinsicht Besonderes - auch was gutes Essen (Ente von Lehel) oder Trinken (Rheingauer Weine) betraf.

Werner Horn stellte diesem Vorurteil 1990 seine Erfahrung gegenüber, dass sich in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt die Kochkünste in der Gastronomie beachtenswert entwickelten. Im rheinhessischen Umland entdeckte der passionierte Weinliebhaber einzelne Winzer, die dem Prinzip »Klasse statt Masse« folgten. Und sich aufgrund des schlechten Renommees der Massenware Rheinhessenwein am Rande des Existenzminimums bewegten.

»Ich bin der Meinung, dass der schlechte Ruf, den Mainz insbesondere in Gastronomie-Kreisen hatte, nicht berechtigt war. Deshalb widmeten wir uns im MAINZER von Anfang an ausführlich dem Essen und Trinken in Mainz«, erinnert sich der Herausgeber an die Anfänge der Stadtillustrierten vor 20 Jahren. Zeitgleich mit dem MAINZER ging das Restaurant »Am Bassenheimer Hof« an den Start. Damals nahezu das erste Restaurant, dessen Küche eine ambitionierte und qualitativ hochwertige Handschrift kennzeichnete. Mit dem monatlichen Restauranttest und dem »Winzer des Monats« widmete sich die Stadtillustrierte konsequent der Förderung hochwertiger Ess- und Trinkkultur - sehr oft zum Leid­wesen von Gastronomen und Winzern.
Der Qualitätsanspruch des MAINZERs ist es, sachlich und fachlich fundiert auf Unzulänglichkeiten hinzuweisen. Das wurde und wird nicht von allen goutiert. Obwohl es nie darum geht, einen Betrieb in die Pfanne zu hauen, sondern deutlich zu sagen, das ist gut und das ist weniger gut. Bereits 1993/94 wurden unter der Ägide des MAINZERs die ersten Galadiners des »Mainzer Culinariums« veranstaltet. Der Restaurant- und Weinführer, erstmals erschienen 1997, war die konsequente Fortentwicklung der Idee, der Ess- und Trinkkultur in Mainz auf die Sprünge zu helfen. Mit Erfolg: Längst hat die Domstadt im Rhein-Main-Gebiet gastronomisch einen bedeutenden Platz eingenommen. Auf die Idee, Wiesbaden über den grünen Klee zu loben und Mainz als kulinarisches Stiefmütterchen zu behandeln, kommt schon lange niemand mehr. Alles gut? Leider nicht!

rest
Die Absicht zu zeigen, was alles gut und schön ist in Mainz führt oft zum Wissen, was alles verbockt wird. Das macht immer wieder sehr betroffen. Deshalb nimmt DER MAINZER auch im gesellschaftlichen und politischen Bereich kein Blatt vor den Mund: Aufgabe der Medien ist es, nicht schönzureden, sondern Missstände klar zu benennen. Auch und ganz besonders, wenn es den Verantwortlichen nicht in den Kram passt. Die Redaktion macht es sich nie einfach, verhält sich fair und eckt dennoch häufig an. Obwohl es auch hier nicht darum geht, jemanden an den Pranger zu stellen, wurde dem MAINZER oft von kritisierten Politikern vorgeworfen, dem guten Image der Stadt Mainz zu schaden, weil auch Mauscheleien und Vetternwirtschaft thematisiert werden. Ist es aber nicht eher so, dass der horrende Schuldenberg und die Skandale der letzten Jahre, eine positive Wahrnehmung der Stadt beeinträchtigen? Und zwar in Nah und Fern?

Seitens der Lesenden und der Kunden erfährt DER MAINZER reichlich Unterstützung: Die finden es gut, dass die Stadtillustrierte eine Überzeugung hat, die sie konsequent verfolgt. Das Konzept, den Finger in Wunden zu legen, dabei ehrlich zu bleiben und sich nicht kaufen zu lassen, kommt an. Lobhudeleien gegenüber potenziellen Anzeigenkunden sind dem MAINZER ebenso fremd, wie geschönte oder gar bezahlte Tests: Die Leser erkennen sehr wohl Restauranttests, die wenig übers Essen sagen und eher als PR-Artikel geschrieben sind. Das vermag auch die Masse an Publikationen, die seit einiger Zeit wie Pilze aus dem Mainzer Boden schießen nicht zu ändern.

DER MAINZER hat in den zwanzig Jahren seines Bestehens viele Ideen zum Wohle der Stadt auf den Weg gebracht: Mainzer Culinarium, Kunst in der Stadt, Lange Einkaufsnacht, Mainzer Weinsenat. . Mit manchem Engagement haben wir angeeckt - das soll so bleiben. Wir hoffen, dass uns Kunden und Lesende die nächsten Jahre weiter auf diesem Weg begleiten.

Marion Diehl, (SoS)