Heft 239 August 2010
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EDV-Ecke

EDV-Experte Ullrich Kretschmer meint:

Passworte: Aber sicher!



Ullrich Kretschmer
Ullrich Kretschmer

Ohne sie geht gar nichts mehr. Mit ihnen manchmal auch nicht. Weil sie geknackt werden. Oder so kompliziert sind, dass Ihre Erfinder sich nicht an die genaue Abfolge erinnern können. Ein Mittelding ist gut: kompliziert für Hacker und einfach für den Nutzer. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein ganz normaler Rechner heutzutage bis zu 800 Millionen Schlüssel zu berechnen vermag - und das Pro SEKUNDE!

Dabei kommt es auf die Länge des Passworts und die Größe des Zeichenraums an aus dem ein Passwort entsteht. So ist ein Passwort das nur aus neun Zahlen (Zeichenraum hiermit 10 verschiedene Zeichen) besteht bei den heutigen Rechenleistungen gerade mal knapp länger als ein Sekunde. Bei neun Kleinbuchstaben (Zeichenraum: 26) braucht ein schneller Rechner dann immerhin schon fast 2 Stunden.

Grundsätzlich besser sind Groß- und Kleinschreibung zufällig gemischt mit Zahlen und einer Passwortlänge von 15 Zeichen. Hier müsste derselbe Rechner schon so etwa 30.000.000.000 Jahre rumrechnen. Da aber immer häufiger auch größere Rechnernetzwerke (Botnetze und Clouds) gemeinsam solche Aufgaben berechnen, sieht auch das schon wieder düsterer aus.

Also doch noch das eine oder andere Sonderzeichen beimengen? Wer aber ist in der Lage sich diese Kombinationen zu merken - zumal, ein und dasselbe Passwort nicht für mehrere Accounts verwendet werden soll.

Hilfe verspricht hier, so EDV-Experte Ullrich Kretschmer, die entsprechende Software, zum Beispiel »Keepass«: die kann nicht nur zufällige Passworte in gewünschter Länge erzeugen, sondern verwaltet diese auch in einer verschlüsselten Datenbank. Der Vorteil: Sie müssen sich nur noch ein Passwort merken.
www.keepass.info

SoS