Heft 237 Juni 2010
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Fussball WM

Fußball WM & Public viewing

Dieser Sommer spielt in Südafrika


Greenpoint Stadion

Ist es wirklich schon vier Jahre her, als wir schwarz-rot-gold geschmückt in den Biergärten saßen und auf den WM-Titel im eigenen Land gehofft haben? Pessimisten murmeln zwar - nicht zuletzt mit Blick auf die Verletzungs-Misere - dass es in diesem Jahr eher zu einem Sommer-Alptraum kommen wird, aber von solchem Geunke lassen sich die Mainzer nicht stoppen. (Wer hätte denn z.B. gedacht, dass unser FSV in der Wiederaufstiegssaison gleich auf Platz neun - noch vor den Frankfurtern (!!!) - landen wird?)



Public Viewing in Mainz: Zusammen die Tore feiern

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Daher heißt es auch bei dieser WM: Raus aus dem Haus und hin zum »Public Viewing«. - Wie meinte neulich ein Stammgast in der Altstadtkneipe »Domsgickel« so richtig: »Wir haben hier schon zusammen gesessen und uns zur ner WM gezittert, da gab's das Wort "Public Viewing" noch gar nicht.«

Wenn Sie noch nicht wissen, wo Sie in diesem Jahr schauen wollen: In der Eishalle am Bruchweg gibt es 1000 Sitzplätze und bei Schwayer im Volkspark 300. Beide verfügen über gute Parkgelegenheiten in der Nähe - falls sie aber Alkohol trinken wollen: Auch die Busanbindung ist optimal! Und nicht vergessen: Kommen Sie recht­zeitig - die besten Plätze sind immer zuerst belegt!

Ein Stück Südafrika mitten in Mainz

Christian Wessling
Ein echter Südafrikaner: Christian Wessling von "The CapeHouse"

Das Kap kickt! »Die Fußball-WM 2010 ist zweifellos das Großereignis in diesem Sommer«, erzählt Christian Wessling, Inhaber von »The CapeHouse«, und ist ganz begeistert von den neuen Stadien in Johannesburg und Kapstadt, denn die Baufortschritte konnte er während seiner Einkaufsreisen vor Ort verfolgen. »Soccer City in Johannesburg ist imposant und sehr beeindruckend, wogegen das Green Point Stadion in Kapstadt sich harmonisch in die Umgebung einpasst und dem Tafelberg erfolgreich Paroli bieten kann.« Seit über vier Jahren präsentiert Wessling in seinem Geschäft in der Mainzer Altstadt erlesene Weine, ausgefallene Geschenkideen, schönen Schmuck und exklusive Wohnaccessoires vom Land am Kap. »Die Kreativität und der Zauber Südafrikas«, schwärmt Wessling, »sind scheinbar unerschöpflich. Außerdem gibt es im Land eine eigene Fußballsprache, die auf Afrikaans, einer der 11 offiziellen Landessprachen, Sokker Taal heißt.« Passend zur WM 2010 erklärt Christian Wessling unseren Leserinnen und Lesern die wichtigsten Ausdrücke der südafrikanischen Fußballfans und hat exklusiv für den MAINZER ein kleines WM Wörterbuch von A-Z zusammengestellt:

Amaglug-glug wird das U23-Team des Landes genannt. Der Begriff soll an das Abzapfen von Benzin erinnern und ist als lustige Anspielung auf den Teamsponsor Sasol, eine südafrikanische Öl-Firma, gemeint.

Bafana Bafana ist wohl der wichtigste Ausdruck, den Sie für die WM 2010 kennen sollten. Es ist die halb spöttische, halb liebevolle Bezeichnung der südafrikanischen Nationalmannschaft, die in Grüngelb antritt. Die Fußballprofis tragen diesen Namen seit einem Länderspiel gegen Kamerun im Jahr 1992. Ein Reporter spielte mit dem Begriff im Sinne von »grüne Jungs« auf die Unerfahrenheit der Spieler an. Heute ist die Nation stolz auf ihr Team. Die Nationalfußballerinnen heißen folgerichtig Bayana Bayana - Mädchen, Mädchen.

Bazooka ist ein unhaltbarer Schuss, der einer Rakete gleicht. eShibobo nennt sich die Technik, wenn ein Spieler seinem Gegner den Ball durch die Beine spielt. Jabulani wird der neue High-tech Spielball für die WM 2010 genannt. Das Wort ist Zulu und heißt »feiern, glücklich sein«. Seine elf Farben stehen sowohl für die elf Spieler eines Fußballteams als auch für die elf offiziellen Landessprachen Südafrikas.

Laduma ist Zulu-Sprache und bedeutet: »Es donnert!«. Der Ruf erschallt in Stadien, wenn die Bafana ein Tor schießt. Die Makarapa gehören zur typischen südafrikanischen Fanausstattung. Es sind farbige, kunstvoll umgestaltete und originell verzierte Grubenhelme aus Hartplastik, auf denen knallbunte Hörner, Glöckchen und Hupen thronen. Sie verwandeln die Tribüne in ein Farbenmeer.

Die Vuvuzela ist ein Blasinstrument aus Plastik oder Blech und bereits seit 1990 ein Symbol des Südafrikanischen Fußballs. Der Begriff ist wahrscheinlich aus der Bantu-Sprache isiZulu abgeleitet und bedeutet »Krach machen«. Und genau das tun die farbenfrohen Trompeten aus Blech oder Plastik ohrenbetäubend. Ihr Klang ähnelt dem Trompeten eines Elefanten, ist aber noch lauter.

Zakumi ist das offizielle Maskottchen der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Die Figur stellt einen Leoparden dar, der ein weißes Fußball-Trikot und eine grüne Hose trägt. Sein Name setzt sich zusammen aus dem internationalen »ZA« für Südafrika sowie »kumi«, einem Wort, das in mehreren afrikanischen Sprachen zehn (wie in 2010) bedeutet.

Los geht's! Die Fußball-WM kann beginnen und ein Besuch im »CapeHouse« macht noch mehr Lust auf Südafrika. Für diejenigen, die tatsächlich das Fernweh packt, hat Christian Wessling gerne noch den ein oder anderen Tipp parat.


SoS