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Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Heft 235 April 2010
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Mucke

Jenseits des Kommerz

Jazz Initiative Mainz e.v. im M8


Jim

Die Jazzinitiative Mainz e.V., JIM, ist Teil einer lebendigen Mainzer Jazz-Szene. JIM hat sich der Jazz-Fusion verschrieben, einer variantenreichen Spielart des Modern Jazz, die sich außer am geläufigen Hard Bop im Quintett vor allem an Funk und Soul sowie an orientalischer Musik und an Ethno orientiert.

Das Domizil von JIM ist das »Haus der Jugend«. »Die Räumlichkeiten im HdJ dienen uns als Stammclub. Auf unsere Veranstaltungen kommen aber vor allem Erwachsene«, so Dr. Jörg Heuser, Musikhistoriker, diplomierter Jazzmusiker und ehrenamtlicher Vorsitzender. Man achtet auf niedrige Eintrittspreise, damit auch Schüler, Studenten und Familien sich einen Konzertabend leisten können. Der Jazz-Club von JIM im Haus der Jugend heißt M8, das steht für Mitter­nachts­gasse 8. Im M8 laufen auch Veranstaltungen im Bereich Rock, Folk sowie Metall und Punk.

Im großen Saal des Obergeschosses und im kleineren Veranstaltungsraum des Erdgeschosses finden regelmäßig die Jazz-Konzerte vom JIM statt. »50 Prozent unseres Publikums sind selbst Musiker. Die Atmosphäre ist super!«, berichtet Heuser. Auch die technische Ausstattung und die Akustik seien erstklassig, außerdem sorge man für ein ansprechend-nostalgisches Ambiente, so der 45-Jährige, der die Jazzinitiative 1988 mit begründete. In Mainz habe man sich die Welt des Jazz jenseits des Kommerzes gerecht aufgeteilt. Neben UpArt und den Jazz-Clubs im Rheingau und in Nieder-Olm sei JIM das nennenswerteste Projekt.

Seit die Fördertöpfe der Stadt Mainz geschlossen sind, ist es für die Non-Profit-Initiative enger geworden. Dennoch beteiligen sich regelmäßig Künstler von internationalem Rang und Namen, wie Scott Henderson, Adam Rafferty, Jeff Andrews oder Erik Truffaz. Bei JIM liegt der Akzent auf einem selbstverständlichen Miteinander von bereits etablierten Bands aus Deutschland, Europa oder den USA und kleineren Bands aus Rhein-Main.

Dabei achtet man auf die stilistische Breite des Jazz von 1940 bis heute. Es wird nicht nur »Puristisches« geboten, sondern auch die Randgebiete werden abgedeckt. »JIM hat kein enges Profil im Unterschied zu anderen Jazzinitiativen in Deutschland«, betont Heuser. Bisher gab es zahlreiche Kooperationen von JIM mit anderen Veranstaltern, z.B. mit dem Frankfurter Hof, dem KUZ, dem Haus Burgund, dem Institut Fran­cais und der Gutenberg Buchhandlung.

Infos:

Jeden 3. und 4 Samstag im Monat im HdJ, Mitternachtsgasse 8
Die Preise liegen bei 9 Euro, für Mitglieder 5 Euro, ermäßigt 7 Euro
17. April um 20:30: Niescier-Nenzda Duo
24. April um 20:30: Florian Werther Quartett
5.Mai um 20:30 Uhr: Axel Grote Quartett
www.jim.de.gg


Henning Berg