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Heft 234 März 2010
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EDV-Ecke

Erst stärken Sie die Immunabwehr Ihres Rechners

Dann fahren Sie mit der Transsibirischen


ulli kretschmer

Man kann gar nicht oft genug darauf hinweisen, um Sicherheitsproblemen vorzubeugen: Updaten updaten und noch mal updaten, so die Aufforderung von Ullrich Kretschmer. Ziemlich mühselig ist es allerdings, so der EDV-Experte, auf allen Programm-Webseiten eigenhändig nach aktuellen Updates zu suchen: »Manche, wie Windows, funktionieren automatisch, vorausgesetzt Sie haben die automatischen Updates auch richtig eingestellt; andere, wie der Browser Firefox fragen nach, ob Sie updaten wollen.«

Um den Computer auf veraltete Softwareversionen zu prüfen, verweist Kretschmer auf den Online-Test c’t und Secunia beim Heise Verlag (Herausgeber der Computerzeitschrift c´t). Der läuft im Internet-Browser und prüft nur die wichtigsten Internetprogramme auf dem PC. Bei Secunia gibt es eine für den privaten Gebrauch kostenlose Software, die noch mehr Programme prüfen kann.

c´t update check
Security Scanner von Secunia

Auf vielfachen Wunsch einiges zu Javascript:


»Javascript ist eine Skriptsprache die es dem Webentwickler ermöglicht über die Möglichkeiten der Websprache HTML hinausgehende Programmierungen im Browser des Benutzers auszuführen. Beim Online Auftritt des MAINZER setzen wir Javascript zum Beispiel beim Saturn Fotowettbewerb für die so genannte Lightbox ein. Das Bild erscheint wie in einem neuen Fenster und die Webseite im Hintergrund wird transparent abgedunkelt. Schauen Sie den Saturn Fotowettbewerb mal mit und mal ohne Javascript an (wie Sie Javascript im Browser ausschalten, können Sie in der Februar-Ausgabe des MAINZER lesen). Wollen Sie auf YouTube einen Film anschauen, funktioniert das nur mit eingeschaltetem Javascript.

Diese Möglichkeit, aktive Programmierungen auf Ihrem Computer auszuführen, macht Javascript aber auch so gefährlich: Die meisten Sicherheitslücken in Browsern stehen mit Javascript in Verbindung. Wichtigste Maßnahme bleibt hier den oder die Browser, Windows und Virenscanner auf dem neusten Stand zu halten. Ob Sie Javascript komplett deaktivieren und damit auf Inhalte im Internet verzichten, ob sie es zeitweise aktivieren oder bei bekanntwerden von Sicherheitslücken den Brow­ser wechseln, bleibt eine Abwägung zwischen Ihrem Sicherheitsbedürfnis (wie wertvoll sind meine Daten?) und Ihrem Wunsch nach Komfort.«

Ausgepackt: Google statt Märklin


Ullrich Kretschmer ist berufsbedingt viel im Netz unterwegs und entdeckt dabei immer wieder Kuriositäten. Kostprobe gefällig? »Google hat in Zusammenarbeit mit der Bahngesellschaft der Russischen Föderation die Strecke der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau bis nach Wladiwostok auf 150 Stunden Video gebannt.

Dazu wird einerseits der aktuelle Standort des Zuges auf einer Google Map serviert und anderseits gibt es unterschiedliche Lautmalereien dazu: Sie können wählen zwischen dem monotonen, zum Einschlafen geeigneten Geräusch eines fahrenden Zuges (Klonk-Glonk), russischem Radio und Hörbüchern wie »Krieg und Frieden« - in russischer Sprache.«

Der EDV-Experte meint, das sei eine bedenkenswerte Marketing-Idee auch für »Meenz«: »Warum nicht vier Stunden Rosenmontagszug mit Büttenreden, Narhalla-Marsch und ‘do wackelt de Dom’ als Dauervideo ins Netz stellen?«

In Richtung Wladiwostok bitte alles einsteigen...

Zum Abschluss hat der EDV-Experte noch etwas ganz besonderes auf Lager: »Nach schnattern und buzzen kommt jetzt die neue Internet Community- Plattform ‚Butz-e-bewel’. Veröffentlichen Sie hier die schönsten Fotos Ihrer Fundstücke und ‚sharen’ diese mit Ihren Freunden und der ganzen Welt. Ob unterm Tisch oder an der Wand, lassen Sie Ihrer künstlerischen Ader freien Lauf, immer der eigenen Nase nach. Und wer dieses Angebot jetzt wirklich im Internet sucht, dem hilft vielleicht ein Blick ins ‚Mainzer Wörterbuch’.«


SoS