Heft 232 Januar 2010
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Fitness

Wie man seine Pfunde richtig abtrainiert

Sin 'mer fit?


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Als mir eine gute Bekannte vor einigen Tagen ihren Weihnachtskochplan in aller Ausführlichkeit erläuterte, konnte ich mir eine kleine Bemerkung über die Gewichtszunahme, die dieses nicht allzu ausgewogene kulinarische Festtags-Special zweifellos mit sich bringen wird, nicht verkneifen. Sie konterte spitzbübisch: »Dann mach ich mir noch einen extra fetten Nachtisch und erschlag damit all die bösen kleinen Kalorien!« Wenn es doch in der Realität genauso einfach wäre!

Kennen Sie jemanden, der sich in den vergangenen Jahren immer streng an die vor der Weihnachtszeit abgegebenen »Vernünftig-Essen-Schwüre« gehalten hat? Die Verlockungen sind einfach zu groß. Und auch wenn es in der Adventszeit gelingt, den meisten Lebkuchentellern, Schokoweihnachtsmännern und Reibekuchenständen auszuweichen spätestens an den Feiertagen wird man schwach: Bei den einen sind es die großen Familienessen, bei den anderen die vielen kleinen Besuche zwischendurch und bei den dritten der Frust, dass sie schon vor dem 6. Dezember den ersten Nikolaus weggeputzt haben.

Der Schritt auf die Waage übertrifft dann oft noch die schlimmsten Befürchtungen: Die Pfunde sind wieder da (und haben noch ein paar mehr mitgebracht)! Keiner sah sie kommen, aber da sitzen sie wieder an ihren alten Plätzen und lassen die Lieblingshose und noch mehr petzen. Beim Blick in den Kalender folgt ein Schrei dem nächsten: »Und in sechs Wochen ist schon wieder Fastnacht!« »Und kurz danach die vielen Schokoeier« »Und wir wollten doch im Sommer an den Strand!«

Spätestens dann reift der Entschluss: »Ich muss etwas für meine Figur und die Gesundheit tun!« Und das Gute liegt doch vermeintlich so nahe: Stellen uns amerikanische Schauspielerinnen und Models nicht ständig die modernsten Geräte vor mit denen das Abnehmen wie von selbst geht? Da gibt es die tragbare Sauna, die einen noch nicht einmal beim Staubsaugen stört. Andere schwören auf kleine, kaum spürbare Stromschläge in den Problemzonen. Und die vielen Gymnastikgeräte können Muskeln reizen, von denen man noch nicht einmal wusste, dass man sie hatte. Und alle haben eines gemeinsam: sie versprechen Gewichtsverluste in Rekordzeit quasi wie von alleine.

Es gibt Leute, die es auf diesem Weg wirklich geschafft haben - aber das sind die wenigsten. Bei einigen Geräten fehlt eine TÜV-Überprufung, bei anderen warnt die Sportmedizin. Und auch wenn diese Parameter alle in Ordnung sind das tägliche Üben zu Hause lässt man gerne einmal ausfallen, weil es etwas »Wichtiges« zu tun gibt. Und dann noch einmal und noch einmal

Wesentlich Erfolgsversprechender ist hier der Besuch eines Fitness Centers und eine Anfrage bei der Krankenkasse. Denn für viele Gesundheitskurse gibt es eine hohe Bezuschussung. Wichtig ist auch, dass man sich nicht gleich am ersten Tag auf die Geräte stürzt, sondern erst einmal fachlichen Rat bei den Betreuern einholt. Eine solche Anamnese und eine anschließende kompetente Betreuung während des gesamten Kurses ist für den Erfolg eminent wichtig. Rainer Waldmann, examinierter Sportpädagoge vom Fitness-Center Mainz City nennt uns weitere Fakten: »Prinzipiell sollte man auf ein ausgewogenes, moderates Training des Herz-Kreislaufsystems, der Haltungsmuskulatur, der Koordination und Beweglichkeit achten. Jedoch muss unbedingt zwischen Neu- und Wiedereinsteigem und aktiven Sportlern unterschieden werden. Aber auch geschlechtsspezifische Besonderheiten müssen bei den Trainingsinhalten berücksichtigt werden.

Neu- und Wiedereinsteiger sollten sich unbedingt vor dem Trainingsstart einem sport-medizinischen Check-up unterziehen, bei dem Herz-Kreislauf- und Muskelfunktion, Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit überprüft werden. Die Testergebnisse bestimmen die weitere Trainingsplanung, deren Durchführung unter Anleitung eines erfahrenen Sportlehrers erfolgen muss. Dies garantiert einen risikolosen langfristigen Trainingserfolg. Aktive Sportler sind eher unproblematisch, da selten Stoffwechsel- bzw. Herz-Kreistauferkrankungen vorliegen.«

Hier rät Rainer Waldmann einseitige Belastungen wie z.B. Laufen, Radfahren etc. durch gezieltes Rumpfstabilisations- und Beweglichkeitstraining sowie Koordinationstraining zu ergänzen, da diese Eigenschaften altersbedingt nachlassen. Im Fitness Center Mainz City starten die beliebten Präventionskurse für den Rücken (Wirbelsäulengymnastik und Gerätetraining), Fitness-Spezialkurse, Yoga und das Herz-Kreislauf-Training in der 3. und 4. Januarwoche. Die Kurse werden auch weiterhin von allen gesetzlichen Krankenkassen mit 80% der Kursgebühr bezuschusst. Die Anmeldung erfolgt im Fitness Center Mainz City, Große Langgasse 3-5, 55116 Mainz (Tel.: 06131 - 23 16 61). Weitere Infos unter www.fitnesscentermainzcity.de oder www.tk-online.de/gesundheitskurse.


SoS