Heft 231 Dezember 2009
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EDV-Ecke

Betriebssystem Microsoft windows 7

Ist Windows plötzlich wieder angesagt?


Windows 7 ist seit Oktober auf dem Markt und verkauft sich sehr gut. Testberichte kursieren einige im Netz, manche warnen vor allzu eilfertiger Installation, weil nicht für jeden Anwender geeignet. Ullrich Kretschmer, selbständiger EDV-Diensleister hat seine eigenen Erfahrungen mit dem neuen Betriebssystem gemacht. Es gab ja so eine Art Regel, wenn ein neues Betriebssystem raus kam. Die besagte, das neue funktioniert auf der aktuellen Hardware gemächlicher. Besonders ausgeprägt war das bei Vista. In dieser Hinsicht ist Windows 7 eine echte Überraschung, denn es ist auch mit der aktuellen Hardware spürbar flotter als sein Vorgänger: es bootet nicht nur schneller als Vista, sondern auch das Arbeiten unter Windows 7 geht merklich flüssiger voran. Das liegt zum Einen an der Geschwindigkeit des neuen Betriebssystems, zum Anderen hat Microsoft sichtbar aufgeräumt und neu strukturiert. Beim Arbeiten mit dem Windows-Explorer findet man nun viel schneller zum Ziel. So lassen sich Programme mit der rechten Maustaste einfach unten an die Taskleiste anheften. Die großen Symbole in dieser Task­leis­te sind Augenfreundlicher und übersichtlicher, sie machen intuitives Arbeiten leichter. Die Taskleisten-Vorschau erleichtert den Wechsel zwischen geöffneten Programmen, auch wenn viele Fenster geöffnet sind. Wie der Name schon sagt, bekommt man eine kleine Vorschau von allen geöffneten Programmen und Dateien in Form eines Bildschirmfotos angezeigt. Durch Rechts-Click öffnen sich so genannte Jumplists und ermöglichen einen direkten Zugriff auf Favoriten bzw. zuletzt bearbeitete Programme. Windows 7 nervt auch nicht mit zu vielen Sicherheitsabfragen – die bei Vista dazu führten, dass die User sie abgeschaltet haben. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass endlich mal ein Hersteller die Kritiken seiner Nutzer ernst genommen hat.

Besser neu installieren

Vista-Benutzer können upgraden; XP-User und Leute mit noch älteren Betriebssystemen müssen Windows 7 komplett neu installieren. Beim Darüber-Installieren gehen zwar keine Daten verloren – aber sicher ist sicher: zuerst komplette Datensicherung, dann eine saubere Neuinstallation durchführen. Was andere Programme betrifft, solche auf die man ungern verzichtet, wie Photoshop etc, ist zu prüfen, ob das Programm kompatibel ist mit dem neuen Betriebssystem oder ob es updates dafür gibt. Ähnlich bei der Hardware, hier ist die Kompatibilität bspw. mit der Grafikkarte zu prüfen. Hilfe gibt es in der Windows-Kompatibilitätsliste (im Windows 7-Kompatibilitätscenter von Microsoft, Link siehe www.dermainzer.net in der »EDV-Ecke«), von den Herstellern der anderen Anwendungen und Programme sowie in entsprechenden Internetforen. Eine Gretchenfrage lautet: jetzt direkt das neue Windows 7 installieren oder besser noch warten? Vorschlag meinerseits: Leute, die versiert sind (und völlig entnervte Vista- sowie Direct X 11-Nutzer!) können gleich Upgraden; nicht so Versierte, die Hilfe brauchen und Nutzer, die mit XP noch klar kommen, die sollten eher abwarten. Außerdem: Mann und Frau könnten auch einmal das Betriebssystem Linux ausprobieren. Das lässt sich mit einer sogenannten Live-CD (z.B.: Ubuntu) starten: Dabei wird das Betriebssystem auf der Festplatte nicht angetastet – vorausgesetzt im Startbildschirm von Ubuntu wird NICHT auf Installieren geclickt, sondern auf »Live-CD« starten. Das ist übrigens auch ein guter Tipp um das Homebanking etwas sicherer zu gestalten: Ein »sauberes« Betriebssystem von der CD booten und darüber seine Bankgeschäfte abwickeln.


SoS

www.windows-7-forum.net
www.ms-windows-seven.de
www.office-loesung.de
www.ubuntu.com/getubuntu/download