Heft 230 November 2009
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EDV-Ecke

Kinder unterwegs im Netz:

Schmutzschutz – als Selbstschutz!


Kinder am PC

Wer mit Kindern zu tun hat oder gar ein paar Exemplare davon sein eigen nennen darf, kennt das: Kinder löchern mit ihren Fragen, toben lautstark, verbreiten gerne Unordnung. Manche Eltern (und Großeltern) neigen aus Selbstschutz zum gelegentlichen Ruhigstellen ihrer Sprösslinge – vor einem Bildschirm. Ist der mit einer Tastatur und einer Maus verbunden kann es mit der ersehnten Ruhe schnell vorbei sein: Erkunden Kids allein die große weite Welt der Datenautobahnen, ist Alarm­stufe rot angesagt. Die Firma Symantec hat die Top100 der Anfragen von Kindern an die Suchmaschine ihrer eigenen Kinderschutzsoftware ausgewertet. Auf den vorderen Plätzen rangieren Begriffe wie »Sex« und »Porn«. Wer solche Begriffe bei Google eingibt, merkt sehr schnell, dass es sich dabei NICHT um kindgerecht aufbereitete Aufklärungsseiten zum Thema Sexualität handelt. Was tun? Ullrich Kretschmer, selbständiger EDV-Experte, weiß Rat.

Medienkompetenz und elterliche Verantwortung

»Sie können sich natürlich auf eine einsame Bergalm zurückziehen, um Ihre Kinder naturnah und internetfern großzuziehen. Sie können sich aber auch der modernen Gesellschaft stellen und den Kleinen die nötige Medienkompetenz mit auf den Weg geben. D.h.: Sie lernen mit Ihren Kindern Medien und deren Inhalte entsprechend Ihren eigenen Bedürfnissen zu nutzen. Das ist Lernen fürs Leben im wahrsten Wortsinne: Von der Schule über die Uni bis zum Online-Banking ist der sichere Umgang mit diesen Medien wichtig. So ganz nebenbei begreifen die Kids dabei auch, dass Spuren im Netz nur sehr schwer wieder getilgt werden können (oder dass »harmlose« Portale wie SchülerVZ nicht vor Datenklau gefeit sind).

Für die ersten Gehversuche Ihrer Sprösslinge im worldwidewebsind »Filter« empfehlenswert. Dabei ist zu beachten, dass »Blacklist-Filterung« meist NICHT alle Seiten erfasst, die das Internet zu bieten hat. Und die Anbieter von nicht ganz sauberen Seiten versuchen die Filterungen zu unterlaufen. Bei einem Test mit OpenDNS zum Beispiel fanden sich unter Verwendung deutscher Schmuddelbegriffe, trotz eingeschalteter höchster Sicherheitsstufe, die eine oder andere pornographische Seite.

Einzig die »Whitelist-Filterung« bietet hier den nötigen Schutz, d.h. entweder ein Redak­tionsteam stellt kindgerechte Webseiten zusammen wie bei FragFinn oder Sie übernehmen als Eltern die Verantwortung und legen eigene Whitelisten an, mit einer Kinderschutzsoftware wie »Kindersicherung 2009«.

Zwar kostet »Kindersicherung 2009« 29,95 Euro, bietet aber im Gegensatz zu FragFinn eine ganze Menge an Einstellungsmöglichkeiten mehr. So können Sie Zeitkontingente einrichten die Ihr Kind dann verbraucht, wenn es das gerade möchte; man kann TAN- Nummern vergeben, die die PC-Zeit einmalig verlängern (fürs Rasenmähen z.B.) und die Benutzung von unliebsamen Tausch- und Chatprogrammen verbieten. Und wenn Sie das alles installiert – und ausprobiert ! – haben, klicken Sie sich zur Entspannung gemeinsam mit dem Nachwuchs durch Klick-Tipps: ‘Kinder surfen, wo es gut ist’. Geht ganz einfach und ist absolut sauber.«


SoS

www.jugendschutz.net
www.klick-tipps.net
www.fragfinn.de (zum Downloaden)
www.salfeld.de/software/kindersicherung/index.html (Testversion zum Downloaden, Kaufversion für 29.95 € über Internetbestellung)