Heft 228 September 2009
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Mainzer Weinsenat

WEINSENAT UNTERSTÜTZT ZUSCHUSSANTRAG

FÜR WEINFORSCHUNG


Professor Dr.
Heinz Decker
Professor Dr. Heinz Decker, Instituts für Molekulare Biophysik

Der Mainzer Weinsenat hat sich nachdrücklich für eine nachhaltige Förderung der weinwissenschaftlichen Forschung am Universitätsstandort Mainz ausgesprochen. In einem öffentlichen Appell unterstützte der Vorstand des Weinsenats einen Antrag des Instituts für Molekulare Biophysik auf Bezuschussung eines Forschungsvorhabens durch die Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation. Institutsleiter Professor Dr. Heinz Decker will in einem zweijährigen Forschungsprojekt die Rolle von Weinproteinen und ihr mögliches allergenes Potential untersuchen lassen. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, einen bislang nicht ausreichend erforschten Aspekt der Verträglichkeit von Wein zu untersuchen. Hierzu sollen Eiweiße (Proteine) in Weinen charakterisiert sowie auf ihr Wirkungspotential überprüft werden. Am Ende sollen Verfahren stehen, die solche Proteine, die für manche Menschen unverträglich sind, schnell nachweisen und sicher entfernen können. Wirtschaftliche Bedeutung hat diese Forschung, weil eine aktuelle EU-Richtlinie die Kennzeichnung von Stoffen verlangt, die zum Beispiel bei der Weinbereitung eingesetzt werden und Wechselwirkungen auf die Verträglichkeit haben können. Ein Thema, das die Wissenschaft weltweit beschäftigt und jetzt in Mainz gelöst werden könnte. Der Weinsenat sieht in der Forschung an der Mainzer Universität eine realistische Chance, die Stellung der Gutenbergstadt als bedeutendstem Weinstandort Deutsch lands zu festigen. Neben der Forschung um Professor Decker beschäftigen sich eine Reihe weiterer Universitätsinstitute mit Gesundheit, Verträglichkeit, Individualität und Kultur des Weines sowie der Erforschung der Erbinformationen der Weinrebe. Weingläser Mit dieser umfassenden interdisziplinären Erforschung des Weines sei Mainz auf dem besten Wege, sich an die Weltspitze der Weinwissenschaft und Weinanalytik zu setzen. Nicht zuletzt könne diese Spezialisierung auch von Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Mainz sein. Die profilierte Weinforschung stehe im übrigen der Stadt gut an, die erst kürzlich in den exklusiven Kreis der »Great Wine Capitals« aufgenommen wurde, dem weltweit nur noch sieben weitere Regionen angehören. Mainz und Rheinhessen sind damit auf Augenhöhe mit weltbekannten Anbaugebieten wie Bordeaux, Rioja und Nappa Valley. Auch aus der heimischen Winzerschaft kommt Unterstützung für die finanzielle Absicherung der Weinforschung an der Johannes Gutenberg Universität. Sie sei für die kleingliedrige Struktur des deutschen Weinbaus überaus wichtig, um die Winzerbetriebe konkurrenzfähig zu halten und das Vertrauen der Verbraucher in deutschen Wein zu stärken.


WaK