Heft 225 Juni 2009
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Mombach

im Nordwestlichen stadtteil herrschen

dörflicher Charme und moderne Industrie


Mombach

Man geht heute davon aus, dass die Gründung von Mombach in fränkische Zeit fällt. Die älteste urkundliche Erwähnung datiert von 1256 und war Berechnungspunkt für die großartige 750-Jahr-Feier, die 2006 stattfand. Lange war Mombach ein kleiner Bauern-, Schiffer- und Fischerort mit dem historischen Lindenplatz als Zentrum - dann wurde es als »ländliche Idylle« vom Kurmainzer Adel entdeckt. Mit dem Ende des Kurfürstentums war der Ort von militärischer Bedeutung: Die Grundstücke nahe am Rhein wurden zwar durch ein komplexes Graben- und Dammsystem trocken gelegt, konnten aber jederzeit durch die Inondationsschanze wieder überflutet und für Angreifer unpassierbar gemacht werden. Da unmittelbar um die Stadt keine Industrieanlagen gebaut werden durften, wählten Unternehmer öfters Mombach als Standort. So entstand hier 1845 die »Chaissen- und Eisenbahnwagen-Fabrik« der Gebrüder Gastell; 1856 wurde die »Chemische Fabrik« (heute: INEOS Paraform) gegründet. Dies brachte auch den frühen Anschluss an das Bahnnetz. 1907 wurde Mombach einge­mein­­det und mit dem Verlust der rechtsrheinischen Mainzer Gebiete wuchs die Bedeutung als Industriestandort.

Mombach im 21. Jahrhundert


Heute befindet sich Mombach in einem Spannungsfeld von traditioneller dörflicher Struktur und moderner Industrie, die durch Namen wie Nestle, Ineos und Cargill vertreten wird. Das gute Vereinsleben dokumentiert z.B. der Mombacher Turnverein, der mit 2.500 Mitgliedern einer der größten der Stadt ist. Für die jüngere Generation gibt es u.a. das Kinder- und Jugendzentrum Haus Haifa, sowie zahlreiche Spiel- und Bolzplätze, darunter auch der »Naturspielplatz Köppelstraße«. Außerdem haben die Mombacher mit dem »Großen Sand«, einem ehemaligen Exerzierplatz der kaiserlichen Truppen, eine Steppenlandschaft vor der Haustüre, die ein, in Europa einmaliges, Naturschutzgebiet bildet. Aus dem Kulturleben in Mainz nicht mehr wegzudenken ist die Phönixhalle auf dem Gelände der »Alten Wagonfabrik«. Dieses Areal wird in den nächsten Jahren neu gestaltet.

Genobank übernimmt Verantwortung


Die Genobank Mainz eG leistet jedes Jahr ihren Teil zur Verbesserung der Lehrstellsituation vor Ort. Junge Menschen können den Beruf der Bankkauffrau/des Bankkaufmanns erlernen. Derzeit hat die Genobank sechs Auszubildende, auch künftig sollen pro Jahr zwei neue Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden. Mit einer guten Ausbildung wird den jungen Menschen das unverzichtbare Rüstzeug für ein erfolgreiches Erwerbsleben mit auf den Weg gegeben. Qualifizierte Mitarbeiter sind schließlich der entscheidende Faktor für den Erfolg der Bank. Die ausgebildeten jungen Leute sollen künftig den Bedarf an Nachwuchskräften decken – ganz nach dem genossenschaftlichen Prinzip »Hilfe zur Selbsthilfe«. Die Genobank Mainz bietet nicht nur Ausbildungsplätze, auch das soziale Engagement wird bei dem Kreditinstitut groß geschrieben. Ganz aktuell wieder bei der Gestaltung und Finanzierung des Mombacher Kreisels. Die Genobank gehört zu den Sponsoren, die es möglich gemacht haben, dass nach Fertigstellung des Kreisels, Mombach um eine Sehenswürdigkeit reicher ist. Mombach hat als einziger Stadtteil noch seine »eigene Bank«. Als ein in Mombach gewachsenes Institut fühlt sich die Bank besonders mit dem Ort verbunden. »Jedes irgendwie darstellbare Investitionsprojekt in Mombach werden wir begleiten«, dieses Statement des Vorstandsmitgliedes Mark Stehle drückt dies, gerade in Zeiten der Finanzkrise deutlich aus.

Auszeichnung für Fernseh-Rühr


MARKT INTERN, Europas größter Brancheninformationsdienst, hat das Fachgeschäft für Unterhaltungselektronik Fernseh-Rühr in Mombach ausgezeichnet – sowohl als 1A Fachhändler wie auch als 1A Fachwerkstatt. Ausschlaggebend für die positive Beurteilung des Unternehmens waren die kundenorientierte Werkstattführung, die Servicekompetenz, regelmäßige Weiterbildung der Mitarbeiter, das seriöse Marktangebot sowie die transparente Rechnungsstellung. Der Mombacher Betrieb bietet Unterhaltungselektronik von renommierten Herstellern und ist Mitglied der Einkaufsgenossenschaft EURONICS. Seit vielen Jahren ist Fernseh-Rühr Service Partner von Mainz 05 und zuständig für die Bild- und Tonübertragungen zu den VIP-Räumen und die Übertragung der Pressekonferenzen.

Alles für die Gesundheit: Westring-Apotheke


Rundumversorgung für Ihre Gesundheit bietet die Mombacher Westring-Apotheke. Außer einer fachlichen Beratung, die hier an erster Stelle steht, bieten Brigitta Becker und ihr Team den Kunden eine Vielzahl von Serviceleistungen. Sie messen Bandagen und Kompressionsstrümpfe an, machen Gesundheitschecks (Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin) und verleihen Babywaagen und elektrische Milchpumpen. Hier ist Ihre Gesundheit in guten Händen.

Beste Bäckerei im Land Bäckerei Schwind


Von dem Magazin »Der Feinschmecker« zu den bundesweit fünfhundert besten Bäckern gezählt zu werden macht stolz. Für die Mombacher Bäckerei Schwind kam es aber noch viel besser: Der Betrieb wurde 2005 als beste Bäckerei in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. »Es ist schon eine Ehre, zur besten Bäckerei des Landes gekürt zu werden«, sagte Hanne Schwind, »doch letztlich hat nur die Leistung aller im Betrieb Tätigen zu diesem Erfolg geführt. Die geschulten Testverkäufer des Verlages haben nicht nur die Produkte geprüft, sondern auch auf kompetente Beratung geachtet. Auch die Freundlichkeit und der Umgang mit den Kunden haben wesentlich zu der Auszeichnung beigetragen. »Schon gar nicht vergessen darf man die Kunden selbst«, ergänzt Han­­ne Schwind. »Mit ihrer Zufriedenheitsbekundung haben sie die Basis zum Erfolg gelegt. Zufriedenheit der Kundschaft ist ein Schatz, den wir heute und in Zukunft pflegen wollen. Daran arbeiten wir in alter hand­werklicher Tradition täglich neu.« Die Geschichte des Unternehmens reicht rund 145 Jahre zurück: Durch eine Urkunde vom 4. November 1864 erhielt der aus dem früher kurmainzischen Höchst am Main stammende Bäcker Adam Filtzinger, dessen Großvater als Ratsherr und oberster Mehlhändler die erste Nudelfabrik in Höchst gegründet hatte, vom Großherzoglichen Kreisamt in Mainz die Erlaubnis, in Mombach das Bäckerhandwerk zu betreiben. Die Behörde »überläßt es ihm, das erforderliche Gewerbepatent bei der Großherzoglichen Bürgermeisterei zu lösen« , heißt es in der Erlaubnis. Damit ist die Bäckerei Schwind die älteste, im Familienbesitz befindliche, Bäckerei in Mainz. Sie wird nun bereits in der fünften Generation von Gerhard Schwind betrieben.

60-jähriges Jubiläum ­Blumen Scholles


Am 1. November 1949 gründeten die Eheleute Emil und Irmgard Scholles am Mainzer Hauptfriedhof ein Blumengeschäft. Fünf Jahre später wurde ein Grundstück am Mombacher Waldfriedhof erworben und die Grundlage für das heutige Anwesen geschaffen. In diesem Jahr kann »Blumenhaus und Friedhofsgärtnerei Scholles« sein 60-jähriges Betriebsjubiläum feiern. Es ist damit zugleich auch die älteste in Familienbesitz befindliche Friedhofsgärtnerei in Mainz. Bernward Scholles, Gärtner wie sein Vater, übernahm das Unternehmen 1987. Seit 1999 ist mit Stephan Scholles auch die dritte Generation in der Firma aktiv. Die Friedhofsgärtnerei übernimmt Grabneuanlagen, Bepflanzungen und Grabpflege auf den Friedhöfen in Mombach, Gonsenheim, Finthen und dem Mainzer Hauptfriedhof. Für Trauerfälle liefert das Blumenhaus Kränze, Grabgestecke, Schalen und Sargbukette. Das Verkaufsgewächshaus bietet mit seiner überbauten Fläche von 83 qm genügend Platz für Stauden, Saison-, Beet- und Balkonpflanzen. Die Kunden können, egal bei welcher Witterung, bequem die Pflanzen ihrer Wahl aussuchen. Täglich werden außerdem frische Blumen vom Mombacher Blumengroßmarkt geliefert. Blumensträuße, Gestecke und Tischdekorationen für Familienfeiern, Geburtstage und Hochzeiten gehören ebenso zum Angebot wie diverse kleine Accessoires, Übertöpfe, Kerzen, Vasen, Dünger, Pflanzenschutzmittel und Blumenerde. Nach Absprache kann innerhalb von Mainz und der näheren Umgebung auch nach Hause geliefert werden.


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