Heft 225 Juni 2009
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Energieberatung

Umwelt entlasten und den Geldbeutel schonen

Energieberatung lohnt sich


Horst Neises

Der erste Schritt in Richtung Energie sparen heißt: keine Energie ungenutzt entweichen lassen. Das erfordert zunächs, Schwachstellen weitestgehend beseitigen: »Energie geht in einem Haus zum Einen durch eine schlecht gedämmte und luftdurchlässige Außenhülle verloren, zum Anderen trägt auch eine veraltete Heizanlage zum Energieverlust bei,« weiß Horst Neises. Doch dem lässt sich entgegen wirken: »Das A und O ist zunächst ein gut ge­dämm­tes Haus. Denn die Energie, die man nicht verliert, muss man nicht erzeugen.« Wer sein altes Haus also energiespartechnisch erneuern will, der sollte sowohl die Außenfassaden, die Kellerdecke und die Dachfläche mit einer nachträglichen Wärmedämmung, wie etwa Styropor versehen, als auch dichte Fenster einbauen. Doch nicht nur durch die Außenhülle eines Hauses kann Energie entweichen, auch die Heizanlage gibt oftmals zuviel ungenutzte Energie ab. Ebenfalls ein Schwachpunkt, der sich beheben lässt: »Wer weiterhin mit Gas oder Öl heizen will, kann die Energieeffizienz durch den Einbau einer Brennwerttechnologie steigern.« Mittels dieser Technik kann statt bisher circa 93% über 100% Energie aus den fossilen Brennstoffen gewonnen werden. Was zunächst nach einer mathematischen Unmöglichkeit klingt, lässt sich dennoch recht plausibel erklären: »Durch die Brennwerttechnik wird zunächst das Öl verbrannt. Die dabei anfallenden Abgase, die bei der herkömmlichen Technologie durch den Schornstein entweichen würden, werden jetzt aber aufgefangen und wieder in Energie umgewandelt.« So wird aus der gleichen Kubikmeterzahl Öl wesentlich mehr Energie erzeugt, die Verluste innerhalb der Anlage auf ein Minimum reduziert.

Investieren, um zu sparen


Auf lange Sicht empfiehlt Neises allerdings den Umstieg auf Biomasseöfen. Dies bringt gleich zwei Vorteile: erstens die Unabhängigkeit von Rohstoffen wie Öl und Gas, und zweitens die Erzeugung CO2 neutraler Energie. Ein Beispiel für einen solchen Biomasseofen ist die Pelletheizung. Pellets sind zum Großteil aus Holzabfällen zusammengepresste Späne, die dann in einem Ofen verbrannt werden: »Diese Öfen werden heute automatisch mit Pellets beschickt, man muss die Presslinge also nicht selbst nachlegen«, erklärt Neises den Vorteil dieser Anlagen. Doch ob Außendämmung, Pelletheizung oder Brennwerttechnik, für den Verbraucher heißt es zunächst investieren. Wie sieht es da mit dem Kosten – Nutzen Verhältnis aus? Neises beantwortet diese Frage klar zu Gunsten des Nutzens: »Selbst wenn man konservativ rechnet und die Energiepreissteigerungen der letzten zehn Jahre für den Blick in die Zukunft zu Grunde legt, rechnen sich viele Modernisierungsmaßnahmen nach acht bis zehn Jahren.« Zumal viele dieser Maßnahmen zur Energieeinsparung gefördert werden. Zu nennen wäre in diesem Zusammenhang die KfW-Bank, die durch Zuschüsse und zinsgünstige Kredite sowohl Baumaßnahmen an der Gebäudehülle, als auch den Umstieg auf neue Heizanlagen fördert. Außerdem gibt es nach Fertigstellen der Maßnahmen einen Teilschuldnachlass, der je nach Sanierungsergebnis zwischen 5 und 12,5% schwankt. Die Durchführbarkeit der Maßnahmen muss jedoch zunächst durch den zuständigen Energieberater bestätigt werden. Gleiches gilt auch für Sanierungsarbeiten, bei denen zuvor kein Kredit aufgenommen wurde. Ist diese Formalität aber erledigt, kann mit einer Bezuschussung durch die KfW von 10 bis 17,5% gerechnet werden. In allen Fällen gilt: Auch bei einer Umstellung der Heizanlage gibt es Bares von der Förderbank: Entscheidet man sich beispielsweise dazu seine Heizungsanlage von Öl oder Gas auf erneuerbare Energien, wie etwa Pellets umzustellen, kann mit einer Bezuschussung von bis zu 5.000€ gerechnet werden (in der Anschaffung kosten Pelletöfen zwischen 8.000 und 12.000€). Eine Investition, die sich laut Neises lohnt: »Nach circa acht Jahren rechnen sich die Maßnahmen.« Und dann heißt es im Idealfall: Zusätzlich zur Entlastung der Umwelt Geld sparen.


Katrin Henrich

Kostenlose Energieberatung mit Horst Neises:
Jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat von 12.30 bis 18.30 Uhr im Umweltinformationszentrum Mainz
http://www.mainz.de/umweltinformationszentrum
Horst Neises, In der Dahlheimer Wiese 1, 06131 - 9505614
www.hn-energieconsult.de,
http://www.kfw-foerderbank.de
TÜV-geprüft und von der BAFA anerkannt: Energieberater Horst Neises