Heft 224 Mai 2009
Werbung




Geschmack

Die Mainzer »Kaffeehaus-Kultur«

Geniesser Frühstück oder Tortenschmaus


Kaffee – das war früher keine unumstrittene Sache! Das exotische Getränk aus dem geheimnisvollen Königreich Kaffa (heute ein Teil von Äthiopien) wurde zwar schon seit 1554 in Europa getrunken (damals öffnete das erste Kaffeehaus in Istanbul) und auch in deutschen Landen seit 1673 ausgeschenkt (Bremen spielte hier die Vortrinker-Rolle) - doch in anderen Staaten, z.B. in Preußen und Sachsen, wurde er als »undeutsch« angesehen – und vorübergehend sogar verboten.
Die Bürger sollten ihr Geld, nach Ansicht der Obrigkeit, lieber in die Kriegskassen stecken. Am Hofe des großen Kurfürsten stellte man aus Veteranen sogar eine Spezialeinheit auf, die schnüffelnd durch die Straßen der Stadt zog und jeden vermeintlichen Kaffeeduft sofort ihren Vorgesetzten meldete.
Ganz anders in Mainz: Als die Zeit der Kurfürsten zu Ende ging und die französischen Einflüsse wuchsen, griff man auch hier gerne zu dem Koffeinhaltigen Getränk: Bei uns wurde 1792 das erste Kaffeehaus gegründet (Dom-Café , am Markt) – allerdings erwähnt Boerckel bereits für 1786 in der ehemaligen Juristenfakultät in der Christophsstraße ein »Schröder’sches Kaffeehaus (au grand café )«. Im gleichen Jahr erhielt auch die Dachdeckerwitwe Margaretha Schmitt von der kurfürstlichen Regierung die Erlaubnis, Mineralwasser, Kaffee und Schokolade in einer »boutique« in der Rheinallee auszuschenken.
Auch zwei Jahrhunderte später hat sich in Mainz nichts grundsätzliches geändert: Die Kuchenzahl ist größer, die Torten sind bunter und die Frühstücksvarianten reichhaltiger geworden. Ach-ja, und Kaffeegetränke selbst gibt es jetzt auch viel mehr - mit den tollsten Namen, interessantesten Geschmackszusätzen und in den gewagtesten Zusammensetzungen. Geschmacksache eben. Haupt­sache aber, dass es den einfachen guten klassischen Schwarzen auch noch gibt.

Konditorei Nolda


Die »Konditorei Nolda« ist ein Mainzer Familienunternehmen, das mittlerweile in der 3. Generation seit über 90 Jahren erfolgreich am Markt ist. Konditormeister Franz Nolda gründete im Jahr 1919 den Betrieb, den 1955 sein Sohn Konditormeister Gustav Nolda gemeinsam mit seiner Ehefrau übernahm. Seit 1984 wird das Geschäft in der 3. Generation von Konditormeister Hans-Joachim Nolda und seiner Ehefrau Doris geführt. Sohn Sebastian Nolda hat 2007 seine Konditoren-Meisterprüfung als Jahrgangsbester absolviert und wird das Unternehmen zum gegebenen Zeitpunkt weiterführen. Die Konditorei Nolda beschäftigt heute zwölf Mitarbeiter, wobei neben der Konditorei auch eine komplette Bäckerei eingerichtet ist. Dies ermöglicht die starke Ausweitung des Warenangebotes. Die Konditorei / Bäckerei Nolda bietet über 20 Sorten Brot aus eigener Backstube an. Die Leckereien können Sie auch direkt im gemütlichen Café genießen.

Ins eigene Bild beißen


cafe noldas foto torte

Eine Spezialität sind die sogenannten Foto-Torten. Ein Bild, das Sie auf Ihrem PC entsprechend gestaltet haben, wird hier über einen speziellen Drucker mit Lebensmittelfarben auf das so genannte Fondantpapier gedruckt. Durch diese hochwertige Unterlage ist eine hervorragende Qualität des essbaren Fotos gewährleistet. Außerdem eignet sich das Fondantpapier für alle Arten von Torten, egal ob Sahne, Creme, Marzipan oder Guss usw. Sonntags gibt es ab 8 Uhr ein großes Frühstücksbuffet (pro Person 10 € - all-inclusive; Kinder bis zum siebten Lebensjahr sind frei) Voranmeldung wird empfohlen!
(www.konditorei-nolda.de)

»Mamas Liebe« in Mainz


Mamas Liebe

Hinter diesem ungewöhnlichen Namen versteckt sich ein neuer Treffpunkt für Genießer am Fort Malakoff. »Damit Du Dir im hektischen Alltag etwas Gutes tun kannst, so unkompliziert und lecker wie möglich, bringen wir für Dich Mamas Liebe zurück.« so lautet das Motto bei »Mamas Liebe« in Mainz. Von »Klein & Fein« über »Lausbubenfrühstück« bis hin zu »Zwei auf Wolke sieben« gibt es bei Mamas Liebe zahlreiche leckere Frühstücksvariationen zum Verwöhnen. Für den schnellen Genuss empfiehlt Mama einen kräftigen Milchkaffee und ein knuspriges Croissant. Das Bircher-Müsli bringt Energie für den ganzen Tag und die Bagels sind Genuss pur. Zum Abschluss eine kleine Sünde – Mamas Landkuchen oder einen saftigen Muffin. Bei Mamas Liebe wird nicht allein die Frische der Produkte, sondern auch die Freude und Liebe am Zubereiten spürbar - besser gesagt - »schmeckbar«! Das duftende Holzofenbrot wird nach traditionellem Familienrezept täglich frisch gebacken. Die hochwertigen Aufstriche, die traditionell verarbeiteten Kaffee- & Teekompositionen und ein großes Angebot an Süßspeisen und Eisvariationen werden ausschließlich mit Zutaten hoher Qualität, meistens Bio-Qualität hergestellt. Das Mamas Liebe-Team ist daher stolz darauf, als erstes Restaurant in Mainz, die Auszeichnung Fördermitglied Slow Food® Deutschland erhalten zu haben. Die Frühstücksvariationen gibt es werktags bis 11 Uhr, samstags und sonntags ganztägig.
(www.mamasliebe.de)

Café Zucker


cafe zucker

In dem gemütlichen Café in der Bahnhofstr. 10 finden bis zu 40 Gäste Platz, um in Ruhe ein Stückchen Torte und eine gute Tasse Darboven-Kaffee zu genießen. Selbstverständlich sind alle Kuchen und Torten hausgemacht, und oftmals Eigenkreationen von Chef und Konditor Florian Becker. So sind die »Mainzer Schlosstorte«, »Sauerrahm-Apfel-Torte« oder auch die »Monte-Carlo-Torte« inzwischen heiß geliebte Renner im Sortiment. Aber auch nostalgisch anmutende Torten und Törtchen wie beispielsweise Punschringe und Eclair finden hier Ihre Liebhaber. Die Freunde deftiger Gerichte werden ebenfalls nicht vernachlässigt, so finden sich auf der Speisenkarte Frühstücksgedecke für jeden Geschmack, bei denen jedes Einzelne mit viel Liebe und besten Zutaten angerichtet und mit einem Lächeln serviert wird. Ein Geheimtipp hierbei sind die hausgemachten Konfitüren und Gelees von Chefin Julia Becker, die man natürlich auch in kleineren Gläsern für Zuhause erwerben kann. Nicht zu vergessen ist das bislang in Mainz einzigartiges Angebot an Gluten-und Lactosefreien Torten und Gebäcken, die sogar zu erschwinglichen Preisen als Hochzeitstorte oder Geburtstagstorte bestellt werden können.

Genießertreff Grünewald


Genießertreff Grünewald

Im Laufe der Jahre hat sich der Mainzer Genießertreff Grünewald zu einer Frühstücksinstitution entwickelt, wie es sie, nach Ansicht der Kunden, in Deutschland nur einmal gibt. Die Voraussetzungen für ein derart üppiges und außergewöhnlich umfangreiches Frühstücksangebot konnten nur deshalb realisiert werden, weil dem gastronomischen Bereich eine Feinkost- und Delikatessenabteilung angegliedert wurde, in der weit mehr als 100 national und international bekannte Spezialitäten, wie Schinken, Wurstwaren, Käsespezialitäten und Edelfisch angeboten werden. Diese Palette an hochwertigen Frische-Produkten ist die Basis für dieses einmalige Frühstücksangebot. So findet man hier z.B. den Lachs für ein »Grönländer Frühstück«, den Kaviar für ein »Diplomatenfrühstück«, die getrüffelte Gänseleberpastete für ein »Foie Gras –Frühstück«, den weltbekannten Schinken der spanischen Schwarzfußschweine, für das »Pata Negra Frühstück«, den Wildschwein-Lachsschinken aus der Toskana für das Frühstück »Waidmanns Heil , die Mailänder Salami für das ital. Frühstück oder die internationalen Käsespezialitäten für ein ebensolches Frühstück.


(-mdl-)