Heft 223 April 2009
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Domgeschichte(n)

Domorgel

Die »Königin der Instrumente«


Domorgel

Auf Anhieb zu sehen ist sie nicht. Dafür unüberhörbar. Ihre »Pfeifen« finden sich im Ostchor, im Querhaus rechts und links des Altarraumes und im Westchor versteckt hinter dem Chorgestühl.

Die Mainzer Domorgel geht zurück auf die 4-manualige KLAIS-Orgel/ Bonn aus dem Jahre 1928, die insgesamt 75 klingende Register hatte. Bei der Domrestaurierung 1960 wurden Teile der alten Klais-Orgel durch die Firma Kemper/Lübeck umgestaltet und als zweiteiliges Werk links und rechts hinter das Westchorgestühl gesetzt. Die neue Konzeption sollte eine größere musikalische Beweglichkeit mit sich bringen wie die stärkere Einbindung der Gemeinde nach der Konzilsreform, aber auch den solistischen Einsatz der Orgel in der Liturgie.

Die heutige Orgel verfügt insgesamt über 113 Register, mit denen 7928 Pfeifen angespielt werden können.

Als »Herausforderung« gilt das Orgelspiel u.a. wegen der schwierigen Akustik im Dom aufgrund der vielen Anbauten. Der Nachhall jedes angespielten Tones beträgt über sechs Sekunden, die im Osten angespielten Töne hört der Organist vom Zentralspieltisch aus nur mit kleiner Zeitverzögerung.

SoS