Heft 222 März 2009
Werbung




Wirtschaftsfaktor Wein

Weine aus deutschen Regionen

Immer beliebter


trauben

Die Deutschen schätzen ihre Weine immer mehr. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, stammte im vergangenen Jahr nahezu jede zweite hierzulande eingekaufte Weinflasche (49,4 %) aus deutscher Erzeugung. Mit einem Absatzplus von 4 % entwickelten sich die heimischen Weine deutlich besser als der Gesamtmarkt, der im vergangenen Jahr mit einem Absatzrückgang von 1,3 % leicht rückläufig war. Die Verbraucher gaben 2008 jedoch mehr Geld für Wein aus als im Vorjahr. Der Weinumsatz in Deutschland stieg im letzten Jahr insgesamt um 2,2 %. Die Weine deutscher Herkunft legten im Umsatz überdurchschnittlich um 7,4 % zu, wodurch sich ihr Marktanteil am Gesamtumsatz auf 54,7 % erhöht hat.

An zweiter Position lagen Weine aus Frankreich die einen umsatzmäßigen Anteil von 13,6 % haben, gefolgt von Italien mit 12,7 % und Spanien mit 5,9 %. Größten Zuspruch erfuhren in 2008 Rotweine. Sie machten wie bereits im Vorjahr rund 53 % der Weineinkäufe aus. Weißweine wurden etwas weniger nachgefragt (-3 %), dafür haben die Rosé weine im Absatz um 7,5 % zugelegt und kamen 2008 auf einen Marktanteil von 9 %. Der Durchschnittspreis für die im Lebensmittelhandel inklusive Discount eingekauften Weine ist 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 11 Cent auf 2,49 € pro Liter gestiegen. Den deutschen Weinen brachten die Verbraucher eine höhere Wertschätzung entgegen. Für sie zahlten sie pro Liter durchschnittlich 2,67 € und damit 31 Cent mehr als für Weine ausländische Herkunft. (DWI)

Wein wurde deutlich teurer


Der Absatz auf dem deutschen Weinmarkt erreichte im Wirtschaftsjahr 2007/08 den Wert von 20,05 Mio. hl Wein und Schaumweine und damit 24,4 Liter je Einwohner und Jahr. Dies teilt sich auf auf 8,9 Liter inländischen Wein, 11,8 Liter ausländische Weine und 3,7 Liter Schaumwein. Beim Gesamtabsatz konnte damit ein leichtes Plus von 0,4 Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielt werden. Im Zusammenhang mit den Verbraucherpreisen weist der Wein eine Teuerungsrate von +4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus. Damit führt Wein bei der Verteuerung die Liste der alkoholischen Getränke an. Bei Bier lag der Anstieg bei 2,9, bei Spirituosen bei 2,3 Prozent.

»Bundestags-Cuvé e«


Unglaublich: Die Parlamentsbuchhandlung in Berlin bietet ein „Cuvé e Bundestag“ an, bei dem es sich um einen Cré mant aus dem Elsass handelt! Aber: Die neue Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner hat den Inhaber der Buchhandlung in einem Brief darauf hingewiesen, dass auch unter den deutschen Weinen einer auszuwählen sei, welcher mit dem Begriff »Bundestag« in Einklang steht...

Bezeichnung »Biowein« soll erlaubt werden


Ab dem Jahr 2010 soll Biowein auch in der Etikettierung als Biowein bezeichnet werden können. Die EU wird dieser sachgerechten Lösung, und damit der Ablösung der bisher erforderlichen Bezeichnung »Wein aus ökologisch angebauten Trauben«, voraussichtlich zustimmen. Parallel dazu laufen die Verhandlungen über Regelungen und Kriterien einer ökologischen Kellerwirtschaft weiter.