Heft 222 März 2009
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Garten im Frühling

Gartenfrühling - oder:

Wir warten auf das Stiefmütterchen


Giesen

Auch wenn der Blick aus dem Fenster zur Zeit nicht allzu erbaulich ist - es sei denn, man mag Kälte, Schneematsch und Regen - laut Kalender sollten die Hobby- und Freizeitgärtner langsam ihre Startlöcher in den gefrorenen Boden kratzen: Im März beginnt der Frühling!

Und wie in jedem Garten-Special stellt der MAINZER seinen Leserinnen und Lesern ein Pflänzchen vor, das in diesen Wochen »Saison« hat. In diesem Jahr fiel unsere Wahl auf das Stiefmütterchen. Jene »Gruppe von Arten aus der Gattung der Veilchen (Viola) innerhalb der Familie der Veilchengewächse (Violaceae)« (Wikipedia)

Uns interessiert hier natürlich besonders die aus zahlreichen Kreuzungen des Wilden Stiefmütterchens (Viola tricolor) mit anderen Arten und Auslesen hervorgegangene Kulturform des »Gartenstiefmütterchen« (Viola × wittrockiana), das meist von März bis November blüht, und von dem es heute eine große Auswahl an Farben und Formen gibt. Da finden wir z.B. die Mischung »Romeo und Julia«, (Ton in Ton rosa-weiß), die »Schweizer Riesen« (mit den extra großen Blüten), die Miniatur-Stiefmütterchen (aus einer Kreuzung mit dem Hornveilchen hervorgegangen) und die »Cats«, die Katzenschnurrbartartige Streifen ihr Eigen nennen.

Blume

Heilpflanze ­ Stiefmütterchen


Früher galt das Wilde Stiefmütterchen als Heilpflanze. Nicht ohne Grund, findet man in ihm doch Salicin (für alle, die es genau wissen wollen: ein ß-Glucosid aus dem Aglykon Saligenin [Salicylalkohol]), das auf den menschlichen Körper die gleiche Wirkung wie Acetylsalicylsäure – also auf gut deutsch »Aspirin« – hat. Vor Selbst­versuchen raten wir dringend ab! Äußerlich wurde das Stiefmütterchen bei Akne und juckenden Hauterkrankungen eingesetzt, als (kalt angesetzter) Tee sollte es bei Gicht und Rheuma, außerdem auch bei Arterienverkalkung helfen. Im Volksmund unter anderem als »Freisamkraut« bekannt, galt es in der bäuerlichen Hausapotheke einst auch als wirksames Mittel zur Behandlung des Milchschorfs bei kleinen Kindern.

Nur ein Stühlchen für zwei Kinder


Nur – woher hat das Stiefmütterchen seinen leicht negativ angehauchten, verniedlichenden Namen? Einen ebenso komplexen wie nachvollziehbaren Erklärungsversuch können wir bei Friedrich Schnack nachlesen: »Das große unterste Blumenblatt, gestützt auf zwei Kelchblätter, ist die Stiefmutter, ihr zu Seiten sitzen auf je einem Stühlchen die beiden gut gekleideten eigenen Kinder, zuoberst die zwei schlichten Stiefkinder, die zusammen mit einem Stühlchen Vorlieb nehmen müssen. Der bedauernswerte Vater wird durch den Blumenstempel veranschaulicht. Infolge des Unfriedens in seiner Familie hat er weißes Haar bekommen, vor Kummer verkriecht er sich in seinen Fußsack, aus dem er kaum herausschauen kann. Er kommt erst zum Vorschein, wenn die anderen ‘ausgegangen’ sind, d.h. abgefallen sind.« Die Engländer nennen das Stiefmütterchen – leichter zu veranschaulichen – unter anderem »Jump-up and kiss-me« und »kiss-me-at-the-garden-gate«. Bei Shakespeare war es noch »Love-in-Idless« (=Liebe im Müßiggang) und Oberon braute aus seinen Blütenblättern im »Sommernachtstraum« einen Liebestraum.

Eine Legende erzählt, dass das Stiefmütterchen einst verlockenden, sinnlichen Duft hatte. Die Menschen, die daran riechen wollten, trampelten dabei das Getreide rund um die Pflanze kaputt. Da bat das Stiefmütterchen Gott, ihm den Duft doch zu nehmen - seitdem duftet es nicht mehr. Und auch diesen Pflegetipp von Beverly Nichols wollen wir Ihnen nicht vorenthalten:
Abgeblühte Stiefmütterchen
auf einer Pflanze zu lassen
ist genauso grausam
als wenn man eine Kuh ungemolken lässt!


Mehr Informationen über das Stiefmütterchen erhalten Sie im Internet (www.gartenveilchen.de) und bei Ihren Mainzer Spezialisten:

Gonsenheimer Pflanzen-Center


»Michael Stinner Garten- und Landschaftsbau« wurde 1980 in Mainz-Gonsenheim gegründet. Im Jahre 1990 wurde der Betriebsteil des Garten- und Landschaftsbaus in eine GmbH umgewandelt, in der bis heute alle Wünsche rund um Ihren Traumgarten realisiert werden können.

Die Einzelfirma blieb weiterhin bestehen und betreibt seitdem das »Gonsenheimer Pflanzen-Center«. Neben Baumschulpflanzen, Stauden und Pflanzen der jeweiligen Saison erhalten Sie dort auch diverse Erden, Dünger, Pflanzenschutzmittel und Pflanzgefäße sowie sämtliches Zubehör für Ihren Garten in reichhaltiger Auswahl. Für ausführliche Beratung und Planungshilfen steht Ihnen jederzeit bestens geschultes Fachpersonal zur Verfügung.

Weitere Informationen über die Firmen und die angebotenen Dienstleistungen sowie bebilderte Referenzen finden Sie im Internet unter (www.gonsenheimer-pflanzencenter.de).

Rosen
Eine akkubetriebene Gartenschere erleichtert die Arbeit und liefert quetschungsfreie Schnitte, die das Wachstum der Pflanze fördern.

Gartenschule


Die Firma GartenIdeen hat sich auf die Umgestaltung und Erneuerung von Hausgärten spezialisiert. Als besonderer Service werden von Elke Blänsdorf außerdem viele verschiedene Kurse z.B. zum richtigen Schnitt von Ziersträuchern, Rosen und Obstbäumen oder zu notwendigen Pflegearbeiten im Jahresablauf angeboten. Die Kurse beinhalten immer einen theoretischen und einen praktischen Teil, damit die Kursteilnehmer gleich das Gelernte umsetzen und vertiefen können.

Bei Bedarf können Kunden auch »Privatunterricht« im eigenen Garten buchen, wenn sie z.B. gerade einen Garten neu übernommen haben und noch nicht wissen, welche Pflanzen sie dort vor sich haben und wie diese zu pflegen sind. Das Kursangebot ist unter www.gartenschule.com zu finden. Bei allen Kursen wird Wert auf biologische Pflanzenschutz- und Pflegemaßnahmen und die Auswahl von standortgerechten Pflanzen gelegt. Der nächste Kurs wird am 5. und 6. März zum Thema Rosenschnitt über die Volkshochschule Mainz angeboten.

Adelgarten


»Wir gestalten, Sie genießen!« ist die zentrale Aussage dieses Bretzenheimer Unternehmens. Es gilt, die persönlichen Vorstellungen und den Lebensstil der Kunden auszudrücken, damit sie sich in ihrem Grün wohl fühlen. Adelgarten erschafft »beseelte Gärten«, die die Emotionen ihrer Besitzer ausdrücken, diesen aber auch Gelegenheit geben, ihre Emotionen darin zu leben. Hier werden Natur- und Lebensräume gestaltet, die diesen Namen wirklich verdienen.

Entscheidende Bedeutung kommt dabei einer ausführlichen »Anamnese« am Beginn der Arbeit zu. Erst sie erlaubt es, aus unendlich vielen, kleinen Informationsbausteinen ein Bild der Vorstellungen des Kunden zu formen, um im nächsten Schritt die Reduktion auf die für ihn wichtigen Gestaltungselemente planen zu können. Das heißt natürlich nicht, dass der Gartenbesitzer während der eigentlichen Bauphase keinen Einfluss mehr auf die Gestaltung hat – ganz im Gegenteil. Gartengestaltung ist ein dynamischer Prozess, dessen Voraussetzung Variabilität in der Planung ist. Das bedeutet, dass Adelgarten nach der Planung zunächst einmal die geplanten Räume erschafft, damit der Kunde ein Gefühl dafür entwickeln und sich vorstellen kann, wie es einmal aussehen wird. Danach wird die Planung der Details gemeinsam überarbeitet und erst danach wird mit der endgültigen Ausführung begonnen. Die Nachricht an den Kunden ist klar: »Sie werden sehen, Gartengestaltung ist mehr als die Anlage des Gartens. Unsere Gartengestaltung schafft Ihnen echte Lebensräume im Freien, Räume zum Wohlfühlen, zum Seele baumeln lassen, zum Erholen. Sie werden stolz sein auf Ihren Garten.« Weitere Informationen: www.adelgarten.de


(mdl)