Heft 220 Januar 2009
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Pro Mainz

Mit bürgerlichem Gemeinschaftssinn:

Auf zur Attacke


Pro Mainz und Rheinhessen e.V. Vorsitzender Rudolf Bödige
Pro Mainz und Rheinhessen e.V. Vorsitzender Rudolf Bödige

Eine ungewöhnliche Aufforderung: »Baustelle Zukunft Betreten erwünscht.« Dieser Appell an den bürgerlichen Gemeinschaftssinn gilt der Stadt und jener Region, die der Verein im Titel führt: »pro Mainz und RHEINHESSEN e.V.« Der Startschuss von 1991 ist längst verhallt, etliche Projekte wurden tatkräftig realisiert, doch jetzt bläst »pro Mainz« zu einer neuerlichen und nachdrücklichen PR-Attacke. Mit einem breiten Themen-Katalog. »Wir wollen mit Visionen, Ideen, soliden Konzepten, Entschlossenheit und Mut an der Baustelle Zukunft arbeiten«, sagt Vorsitzender Rudolf Bödige. Gegen Lethargie und Verdrossenheit.

Ins Zeug legen


So hat's ja 1991 auch begonnen: mit dem energischen Eintreten für den Ausbau des »Mainzer Rings«. Inzwischen ist der Verein auf 180 Mitglieder (Firmen und Einzelpersonen) angewachsen. Hat sich beispielsweise bei den Ausgrabungen zum »Römischen Theater« ins Zeug gelegt (mit Material und Geldspende) oder 5 000 Euro für ein Fenster im Schloss aufgebracht. »Alles was wir machen«, sagt Bödige, »ist im Sinne dieser Stadt.« So auch das permanente Engagement für das Gutenberg-Museum, dessen Erweiterungsbau für einen elektronischen Medienbereich und die Ausstellung »400 Jahre Zeitungsgeschichte« dem Verein besonders am Herzen liegt. Planungsgrundlagen gibt es schon. »Wir sind auch zu Anschub-Finanzierungen bereit«, so Bödige und verweist auf die 1,8 Mio. DM, die man einst für die Erweiterung aufgebracht habe. »Wenn wir den Bürgern Ziele vorgeben, dann helfen sie uns auch.« Allerdings genüge es nicht, mit Schlagworten wie Gutenberg und Medienstadt zu agieren, vielmehr: »Man muss eine Marke schaffen, die aber auch mit Inhalt füllen.« Eine Devise: nur keine falsche Bescheidenheit. So würde Bödige auch versuchen, den erklärten Gutenberg-Verehrer Bill Gates für die Museums-Idee und den Bereich elektronische Medien zu gewinnen (»er könnte uns aktiv und passiv unterstützen«). Bödige lächelnd: »Ich bin Unternehmer und deswegen sage ich: Man muss auch mal ganz oben anfangen.«



Fülle von Ideen


Ideen hat »pro Mainz« genug sie reichen von den Möglichkeiten städtischen Schuldenabbaus bis zur Realisierung einer großen Gartenschau an den beiden Ufern des Rheins (»wir sollten das Filetstück endlich zur Geltung bringen.«) DER MAINZER wird über detallierte Pläne berichten. Rudolf Bödige und seine Mitstreiter jedenfalls wollen raus aus der Resignation. »Wir müssen und schick machen, eine Sympathiewelle auslösen.« Motto: »Steht auf, macht mit!«


WaS