Heft 218 November 2008
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Energie und Umwelt

Kompetente Beratung hilft beim

Energiesparen

Hans Weinreuter, Energie-Referent der rheinland-pfälzischen Verbraucherzentrale:

In diesem Jahr hat die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz landesweit mehr als doppelt so viele Beratungen zum Thema Energiesparen durchgeführt als 2004 – auch in Mainz schnellte die Anzahl der persönlichen Gespräche in diesem Zeitraum auf inzwischen 400 pro Jahr hoch. Tendenz steigend. Energie sparen möchten auch viele Mieter von Immobilien, allerdings die Kosten für die unterschiedlichen Maßnahmen nicht alleine tragen und sehen den Vermieter respektive Eigentümer in der Verpflichtung. Dazu Hans Weinreuter, Energie-Referent der rheinland-pfälzischen Verbraucherzentrale: »Der Vermieter ist generell nicht in der Pflicht Maßnahmen auf Anfrage des Mieters zur Energieeinsparung durchzuführen. Natürlich lässt sich über Verhandlungen einiges erreichen. allerdings ist in Mainz die Nachfrage nach Wohnungen wesentlich größer als das Angebot und dementsprechend können sich Immobilieneigentümer aussuchen, an wen sie vermieten möchten - insofern bestehen für den Mieter wenig Möglichkeiten, seinen Forderung nach entsprechenden Maßnahmen Nachdruck zu verleihen.« Allerdings, ergänzt Weinreuter, gebe es einige Bestimmungen in der Energieeinsparverordnung von 2007, nach denen sich Eigentümer richten müssen. Beispielsweise enthält Paragraph 10 »Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden« detaillierte Angaben zur Erneuerung von Heizkesseln, auf die sich auch die Mieter berufen können. Die EnEV enthält zudem detaillierte Angaben zum Energieausweis, der für alle Immobilien, die neu vermietet oder verkauft werden, vorgeschrieben ist. Wobei der Beginn der Vorlagepflicht vom Gebäudetyp und –alter abhängt. Steckbriefartig wird so der Energiestandard eines Gebäudes dokumentiert, um es Kauf- und Mietinteressenten zu erleichtern, den Heizenergiebedarf von Gebäuden vor Vertragsabschluss zu vergleichen.

Fazit:
Mieter, die in zu Hause Energie einsparen wollen, können von ihrem Vermieter den Einbau von Doppelglasfenstern oder die Dämmung der Kellerdecke nicht einfordern – aber sie können den Vermieter auf diese Maßnahmen hinweisen, gegebenenfalls eine Kostenbeteiligung anbieten. Letztlich dienen solche Maßnahmen sowohl dem Energiesparen und schonen damit den Geldbeutel des Mieters, als auch der Attraktivität der Immobilie und damit dem Eigentümer. Die Verbraucherzentrale rät außerdem, das eigene Energie-Nutzerverhalten zu hinterfragen: Bereits sinnvolles Lüften, bedarfsgerechtes Heizen oder die optimale Platzierung elektrischer Geräte reduzieren den Energieverbrauch deutlich und damit die Kosten.

NH

Infos:
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Mainz,
energieberatung, Gymnasiumstr.4, 55116 Mainz,
Hotline Energieberatung: 01805 / 60 75 60 20,
Mainzer Beratungsstelle: 06131 / 28 48 20,
,
www.verbraucherzentrale-rlp.de,
Energieeinsparverordnung (EnEV):
www.bundesrecht.juris.de