Heft 217 Oktober 2008
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Wahnsinn

Wahnsinn

Sagen Sie mal...

Wahnsinn

wissen Sie eigentlich noch, wie S ie Ihre Rechnungen bezahlen sollen? Also, die ganz alltäglichen meine ich, für's Essen und Trinken, die Fahrt zur Arbeit, die Wohnung. Immer mehr Menschen in Deutschland dürften diese Frage wohl mit »Nein« beantworten. Denn die Energie- und Lebensmittelpreise sind in den vergangenen Monaten ja nicht nur gestiegen, sondern regelrecht explodiert. Dagegen sehen die durchschnittlichen Einkommenssteigerungen aus, wie Rohrkrepierer (von den Renten ganz zu schweigen). Aber was soll's. Wir haben's ja. So zumindest scheinen es unsere Politiker zu sehen. Denn während selbst aus Brüssel (sonst nicht allzu weit von einer reinen Steuergelder-Vernichtungsmaschine entfernt) inzwischen leise Entlastungstöne zu hören sind, beharren Bundes-Angie und Co. weiter auf ihrem »zuerst muss ein schuldenfreier Bundeshaushalt her«. Blöd nur, dass der erst für 2011 vorgesehen ist. Noch blöder, dass dieses eigentlich hehre Sparziel nur einseitig zu gelten scheint. Denn die Etathöhe steigt auch in den kommenden Jahren munter weiter. Warum auch sparen. Das macht ja schon der Bürger. Wobei eigentlich gibt auch der deutsche Michel mehr Kohle aus. Nur halt nicht für sich selbst. Mit jeder Benzinpreiserhöhung zum Beispiel spülen wir auch Kassenwart Steinbrück mehr Geld auf's Konto, der Mehrwertsteuer sei Dank (umgekehrt will der uns dafür übrigens noch immer die Pendlerpauschale kürzen, weil solche »Ausgaben« ja nicht drin seien siehe schuldenfreier Etat).Und weil die steigenden Energiepreise auch die öffentlichen Haushalte belasten, soll erneut der Bürger dafür geradestehen. Mit Gebührenerhöhungen. Na toll.Aber es ist ja nicht so, dass Vater Staat uns komplett im Regen stehen lässt. Nein! Immerhin wurde zuletzt das Wohngeld angehoben. Neue Hartz- IV-Tarife werden geprüft. Und auch die Familienförderung wird groß geschrieben. Eins aber bleibt bei alldem auf der Strecke: Der persönliche Leistungsanreiz. Denn wenn ich 40 Stunden pro Woche und mehr arbeiten gehe, um dann trotzdem auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein, hat das nicht wirklich was mit Ansporn zu tun. Oder ganz brutal gesagt: Dann kann ich mir die Plackerei auch ganz schenken.

In diesem Sinne Bis zum nächsten Mal.


Ihr Rasta Mobi