Heft 217 Oktober 2008
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Öko-Markt

Bio- und Ökoprodukte in Mainz und Umgebung

Alternativer Wochenmarkt

Alternativer Wochenmarkt auf dem Hopfengarten
Klein, aber fein: Der Öko-Markt am Ende der Augustinergasse

Jeden Donnerstag ist von 11 bis 18 Uhr Öko-Markt auf dem Hopfengarten in der Mainzer Altstadt. Bereits seit neun Jahren findet das ganze Jahr über dieser alternative Wochenmarkt in einer der ursprünglichsten Ecken von Mainz statt, was allerdings nicht besonders vielen Mainzern bekannt zu sein scheint. »Der Öko- Markt wird nur bedingt angenommen, denn im Öko-Supermarkt haben die Kunden alles direkt griffbereit, und das ist für sie viel bequemer «, vermutet Reinhard Lübbert. Seit sechs Jahren bietet der Landwirtschaftsmeister seine Käse-, Brot- und Wurstsorten aus eigener Herstellung von seinem Demeter-zertifizierten Hof in Berschweiler als einer von vier Ständen auf dem Öko-Markt an. Auch Elke Korte wünscht sich, dass der Öko-Markt einen Aufschwung erlebt. Nicht nur, weil die Diezerin mit ihrem Biogemüseund Obst-Stand seit der ersten Stunde dabei ist, sondern weil sie darin eine Alternative zum Wochenmarkt am Dom sieht. Die Händlerin kauft ihre Ware von zertifizierten Bio-Bauern aus der Region im Westerwald. Die sind wiederum froh darüber, dass sie in Elke Korte eine Abnehmerin für ihr Gemüse und Obst gefunden haben, da es in ihrer Gegend nur wenige Absatzmärkte gibt. Die Idee für den Öko-Markt entwickelten der damalige Bioland- Bäckermeister Hans-Gregor Kippert und Ordnungsdezernent Jörg von Berlepsch im Jahr 1996. Sie initiierten zwei Jahre später den von Öko-Verbänden und der Stadt Mainz organisierten ersten Biotag auf dem Domplatz. Im September 1999 folgte die Eröffnung des Öko-Marktes auf dem Hopfengarten- Platz, auf dem 20 Stände von Bio-Bauern und -Läden ihr Gemüse, Obst und Fleisch aus biologischem Anbau und ökologischer Zucht anboten. »Der Markt wurden anfangs von den Leuten sehr gut angenommen. Für ein halbes Jahr hatte die Stadt die Werbekosten übernommen, dann war das Budget erschöpft. Immer weniger Kunden besuchten den Markt, und damit wurde ein Stand für viele Marktsteller mangels Absatz unrentabel und sie sprangen ab«, erklärt Kippert die Tatsache, dass heute nur noch wenige Stände den Platz bevölkern und der Weinstand keinen Ökowein anbietet. Seiner Erfahrung nach bedarf es mindestens eines Jahres bis ein Markt kostendeckend arbeitet. Dennoch ist er von dem Konzept überzeugt und sieht gute Chancen den Öko- Markt neu zu gestalten, wenn die derzeitigen Bauarbeiten neben dem Platz im Jahr 2010 abgeschlossen sind und der Parkplatz verlagert wird. Reinhard Lübbert und Elke Korte sind sich ebenfalls einig, dass der Öko-Markt Zukunft hat jedoch erst, wenn er in der Stadt wieder bekannter ist.


EH