Heft 215 August 2008
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Urlaub zuhause

Ferien in Rheinhessen

Genuss in vollen Zügen

Wer in Mainz oder Rheinhessen wohnt und aus dem einen oder anderen Grund im Sommer nicht verreisen kann oder will hat glücklicherweise nie das Problem nicht zu wissen, wo er abends oder am Wochenende hingehen kann. Er hat vielmehr die Qual der Wahl zwischen netten Weinstuben und Spitzenrestaurants, kulturellen Highlights und Kerbe. Und dann fängt im August ja auch schon wieder die Fußball-Saison an. (Das Jahr 1 nach Klopp) Die Fans sollten schon bei unserem ersten Tipp genau hinsehen:

Fussballkrimi


Droschkenstube

Die Droschkenstube hat eine über 30 jährige Tradition. 1975 eröffnete Fam. Günther Daut neben Ihrem seit drei Generationen bestehenden Taxiunternehmen, die gemütliche Weinstube. Bereits vor der Autowende chauffierte der Großvater seine Kundschaft mit der Pferdedroschke, Vater Daut folgte diesem Weg und machte sich einen Namen mit dem 1. motorisierten Taxi in Mainz, der Droschke. Eine Hommage an diese Zeit bestimmte das Design des Hauses. In mühevoller Kleinstarbeit und mit viel Liebe zum Detail gestaltete Fam. Daut die Räumlichkeiten. Die Fenster zeigen handgefertigte Arbeiten nach Originalaufnahmen von Vater und Großvater mit ihren Droschken. Im Gastraum findet man Peitsche und Pferdegeschirr aber auch Kutschenlampen und ein altes Taxometer. Die Decken sind mit aufwendiger Handmalerei und Holzarbeiten gefertigt. Seit Oktober 2005 wird das Weinhaus Droschkenstube durch Fam. Gartner geführt. Neu in diesem Jahr sind die Außenplätze in der Aspeltstraße. Jetzt, in der warmen Jahreszeit gibt es übrigens eine Sommerkarte mit verschiedenen Salaten und leichten Gerichten. Fußballfreunde aufgepasst: Am Samstag, den 27. September findet ab 20 Uhr eine Lesung statt. Der bei Insidern bekannte und beliebte Mainzer Krimi Dieter Schmidt liest aus seinem neuesten Buch: »FSV oder FCK ? Karl Napp klärt auf.« Für diesen Abend sind Reservierungen dringend empfohlen. Und – Schmerztabletten besorgen: Sie haben am nächsten Tag garantiert Bauchmuskelkater vom Lachen! Der Unkostenbeitrag für den Autor beträgt 5 €.
(Infos: www.droschkenstube.de)

Sommer a la carte


Martinstube

Einen »Platz an der Sonne« bieten die Martinstube. In den Sommermonaten können Sie Speisen & Getränke mit Blick auf den Urzeit-Steingarten, das Naturhistorische Museum und die größte Sanduhr der Welt genießen – garantiert autofrei! Das junge Team rund um Küchenchef Sebastian Kluth hält dort für Sie eine spannende Mischung aus deutscher und internationaler Küche bereit. Es gibt ein täglich (!) wechselndes Mittagsgericht für 6,50€ mit Vorspeise (unter www.martinstube.de nachzulesen) und eine auf die Sommerzeit ausgerichtete spezielle Auszugskarte, in der von knackigen, frischen Salaten bis zum argentinischen Rumpsteak alles dabei ist. Ein Angebot, dass sehr stark von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der umliegenden Ämtern, des Landtags, der Banken und vieler Geschäfte gerne angenommen wird Übrigens: In der Martinstube gibt es ausschließlich Rindfleisch vom argentinischen La Morocha Angus, bekannt als bestes argentinisches Beef. Aufgewachsen unter besten biologischen Bedingungen in den Weiten der argentinischen Pampa, liefern diese Tiere der Rasse Aberdeen Angus ein exzellentes, natürlich gewachsenes Fleisch. Ein großer Teil des Schweinefleischs bezieht die Martinsstube vom Hofgut Acker in Bodenheim. (Infos: www.martinstube.de)

Der besondere blick


domblick

Bei einem Besuch des Kostheimer Restaurants »Domblick« kann man die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt von ihrer schönsten Seite bewundern. Hier möchten die Besitzer ihre Gäste mit Freude und gastronomischer Erfahrung verwöhnen und sie in ein stilvolles und gemütlichen Ambiente einladen. Das Lokal verfügt nicht nur über eine besondere Atmosphäre die dazu einlädt sich fallen und die Seele baumeln zu lassen, sondern auch über ein nahezu einzigartiges Panorama der Stadt Mainz. Parkmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden. Die windgeschützte Panoramaterrasse lädt auch an kühleren Sommertagen zum Verweilen ein. Der Biergarten, er gilt unter »Biergartenkundlern« als einer der schönsten im Rhein-Main-Gebiet, bietet Skatern, Radlern (auch großen Gruppen), Joggern und Fußgängern eine willkommene Gelegenheit zu einer oft nicht enden wollenden Verschnaufpause. Gleich nebenan befindet sich ein Campingplatz.

Man merkt: den Besitzern ist daran gelegen ihren Gästen ein Stück Urlaub in den Alltag zu holen, was auch dazu veranlasst hat, den kleinen Gästen Kindergerichte, einen Räuberteller (zum Mitessen bei Mama und Papa) und einen kleinen Spielplatz anzubieten. Die Küche legt großen Wert darauf, nur frische und saisonale Lebensmittel zu verwenden. Der Sonntagsbrunch beginnt um 10:30 Uhr; es wird ein reichhaltiges Buffet mit wechselnden Hauptgerichten für 12,50 Euro geboten. Natürlich kann auch à la carte gegessen werden. Anschließend wird zum Tanztee (15.00 - 18.00 Uhr) geladen. (Infos: www.restaurant-domblick.de; Reservierungen erbeten unter 06134 / 22439)

Zeit zum Geniessen


gaensthaler

Zu den architektonisch wie gastronomisch reizvollsten Restaurants der Region zählt zweifellos Gänsthaler’s Kuchlmasterei in Mainz-Finthen. Mit viel Liebe zum Detail und dem Gespür für das Besondere wurden in dem ehemaligen Chausee-Hofgut, das seit 1852 in Familienbesitz ist, zwei Restaurants mit verschiedenen Charakteren geschaffen. Im Hof entstand ein individueller Garten der sowohl südliches Flair wie auch das Besondere der Hauses spüren lässt.

Der Titel »Kuchlmasterei« verpflichtet – ist es doch auch der Name eines der bekanntesten Spitzenrestaurants von Wien. Hier, im Zentrum der ehemaligen k.u.k. Monarchie hat auch der Herr des Hauses Erfahrungen sammeln können – und seine Adresse klang nicht weniger nobel: Er arbeitete im berühmten Hotel Imperial. Für die neue Saison haben sich die Gänsthalers etwas ganz besonderes einfallen lassen: Die «Renaissance der Wiener Küche«. Fisch und Fleisch werden dabei klassisch zubereitet. Die Beilagen sind entweder auf ihre historischen Wurzeln reduziert – so wird der Wiener Tafelspitz mit Kren und klassischer kalter Schnittlauchsauce serviert – oder neu kreiert. Freuen Sie sich auf die Chili-Nockerln!

Und während wir den Sommer genießen, schreibt man in der Kuchl schon eine andere Jahreszeit: Der «Kulinarische Bauernherbst« wird langsam eingeläutet – mit frischen Pfifferlingen (pardon: Eierschwammerln) und raffiniert zubereiteten Kürbisgerichten.
(Weitere Infos: www.gaensthalers-kuchlmasterei.de)

Ein Besuch in Oppenheim


landskrone

Oppenheim am Rhein liegt inmitten von Weinbergen zwischen der Landeshauptstadt Mainz und Worms. Das Städtchen hat einige äußerst sehenswerte Attraktionen aufzuweisen und ist nicht zuletzt darum eines der beliebtesten Ausflugsziele in Rheinland Pfalz. Seine mittelalterliche Gässchen und einige über die Landesgrenzen hinaus berühmte Ausflugsziele (Katharinenkirche, Burgruine Landskrone, die weit verzweigten unterirdischen Gänge unter der Stadt) versetzen Gäste immer wieder ins Staunen.

Wer zur Ruine aufsteigt gelangt zum Burgrestaurant Landskrone. In einem »Wohlfühl - Ambiente« präsentiert das Haus elsässisch-französische, internationale, sowie regionale Küche – dem Niveau einer »Landskrone« würdig. Bedenkt man wer hier »oben« schon so alles gespeist hat, dann weiß man auch das sich das jetzige Angebot zwar in der Qualität mit fürstlichen Verhältnissen messen kann, aber – Gott sei Dank – nicht im Preis.

Auch der große Biergarten bietet alles was man sich erhofft: Große alte Bäume, viel Platz, pure Natur drum herum, Spiel und Entdeckungsraum für Kinder. Darüber hinaus natürlich die leckeren und reichhaltigen Speisen und Getränken – und einen einzigartigen Blick in die Ferne. Jeden Sonntag ab 11.00 Uhr lockt außerdem der Brunch (Preis pro Person 13,80 €, Kinder bis 6 Jahre frei, von 6-12 Jahren halber Preis; Preisänderung an Feiertagen sind vorbehalten; eine Reservierung unter 06133-573726 ist erforderlich! Weitere Infos: www.burgrestaurant-landskrone.de.

völker Inmitten der Altstadt von Oppenheim, nahe dem historischen Marktplatz und der Katharinenkirche, befindet sich das traditionsreiche Wein- und Sekthaus Völker. 1923 entstand in dem Gebäude, in dem am 26. Juni 1841 Paul Wallot, der Erbauer des Reichstages in Berlin geboren wurde, das Weingut Josef Blum und Völker. 1992 eröffnete die Familie eine Strausswirtschaft, die aufgrund der großen Resonanz 1997 in einen Gutsausschank umgewandelt wurde. Im gleichen Jahr wurde die Tochter, Susanne Völker, zur Rheinhessischen Weinkönigin gewählt und im Jahr darauf – 1998 – zur 50. Deutschen Weinkönigin.

Heute erwartet die Besucher ein stilvoll modernes Weinlokal, in dem sich rheinhessisches Ambiente mit südländischem Flair vereint und natürlich – getreu dem Motto – Genuss mit Kultur und Kunst verbindet. So sorgen wechselnde Kunstausstellungen in der »Lokal-Galerie« für immer wieder neue Eindrücke. Eine ganz besondere Attraktion des Hauses ist die Theateraufführung »Dinner for One uff rhoihessisch,« die schon seit 2003 zahlreiche Besucher von nah und fern anzieht und inzwischen schon als Kult in Rheinhessen und Umgebung gilt. Eingeschlossen ist ein 3-Gang Menü und eine Kellerführung. Im Sommer lockt der idyllischer Winzergarten mit südländischem Flair: Umgeben von würzigen Kräuterbeeten und duftenden Blumen kann man eine regional geprägte, kreative Küche genießen, für die sich Küchenchefin Ute Völker gerne von der mediterranen und asiatischen Küche inspirieren lässt. Ob klassisch oder modern, deftig oder raffiniert, ob mit oder ohne Fleisch, alle Gerichte werden natürlich frisch für Sie zubereitet!

Das passende Getränk, ob Wein, Sekt oder den Digestif »danach«, sucht der Hausherr Josef Völker sorgfältig und fachkundig aus. Ausgezeichnete Qualität und Bekömmlichkeit sind auch hier die Grundvoraussetzung. Selbstverständlich stammen alle Weine und Sekte von rheinhessischen Spitzenweingütern. (Weitere Infos: www.weinhaus-voelker.de)

es kann auch etwas später werden...


Das veränderte Freizeitverhalten führt dazu, dass immer mehr Leute abends länger ausgehen. Seit mehreren Jahren fahren daher an Wochenenden Busse und Bahnen in Rheinhessen rund um Mainz immer länger. Um insbesondere zu größeren Veranstaltungen und Festen späte Heimfahrten und ein Gläschen Wein mehr zu ermöglichen, fahren an »6 tollen Sommer-Wochenenden« im ganzen August und Anfang September zahlreiche weitere Zusatzzüge und -busse.

So werden in der Nacht 2./3. August zusätzliche Rückfahrtmöglichkeiten vom RPR-Rheinland-Pfalz-Open-Air in Mainz und vom SWR 4-Sommerfest in Bingen in alle Richtungen (auch weit über Rheinhessen hinaus) angeboten.

An allen August-Wochenenden (Fr/Sa und Sa/So) sind zwischen Mainz und Worms zusätzliche Nachtbusse bzw. -züge im Stundentakt bis gegen 2 Uhr in beide Richtungen unterwegs, damit Besucher der Weinfeste in Nierstein, Oppenheim, Gunterblum und Mainz bequem nach Hause kommen.

Auch an den Fest-Wochenenden zum Kreuznacher Jahrmarkt (15.-19. August 2008) und Binger Winzerfest (29. August - 8. September 2008) starten jeweils Freitag- und Samstagnacht gegen 1 Uhr Zusatzzüge und -busse u.a. bis Mainz und Bingen bzw. Bad Kreuznach und Stromberg.

Günstig fahren bis zu 5 Personen (nicht nur zu den Festen) mit der RNN-Gruppen-Tageskarte. Je nach Zielort kostet sie ab Mainz/Wiesbaden 10 bis 20 Euro. Sie ist für beliebig viele Fahrten an einem Tag bis Betriebsschluss gültig. (Nähere Infos zu Fahrkarten und den Fahrplänen gibt es im Internet unter www.rnn.info und beim RNN-Servicetelefon unter 01801 - 766 766, Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 9-15 Uhr)


(-mdl-)