Heft 215 August 2008
Werbung




Deutschlands erstes Fussballradio

Deutschlands erstes Fussballradio

Abgestimmt auf die Fanbedürfnisse

Mario Bast
Mario Bast

Mehr als 15.000 verkaufte Dauerkarten und fast noch einmal genauso viele Anfragen: Der Zuschauerboom bei Fußballzweitligist Mainz 05 ist nach wie vor ungebrochen. Doch was des einen Freud ist ja bekanntermaßen des anderen Leid. Und während 05-Finanzchef Friedhelm Andres auch in diesem Jahr wieder über ein meist ausverkauftes Haus jubeln darf, schauen viele Fans erneut in die Live-Röhre. Einziger Ausweg aus diesem Dilemma bislang war der nicht gerade günstige Blick ins Pay-TV. Jetzt aber gibt es eine weitere und vor allem kostenlose Alternative. Pünktlich zum Saisonstart nämlich geht Deutschlands erstes Fußballradio auf Sendung. Mittendrin statt nur dabei sein wird dann auch MAINZER-Redakteur Mario Bast.

Alles, was das Kickerherz begehrt

»90elf« heißt das Pilotprojekt der Regiocast, einer Radioholding, die bundesweit mehr als 30 Sender betreibt. Das Konzept: Ganz auf’s Fanbedürfnis abgestimmt: 24 Stunden pro Tag, sieben Tage die Woche dreht sich alles rund um König Fußball, ummantelt von passender, sprich fetzig-rockiger Musik. Highlight dabei sind natürlich die Spielübertragungen. Alle Partien der Ersten und Zweiten Bundesliga werden live und sowohl in voller Länge, als auch in Konferenzschaltung auf Antenne gehen. Wobei Antenne eigentlich der falsche Ausdruck ist. Denn »90elf« wird zuerst einmal nur im Internet zu hören sein (www.90elf.de
).

Später soll das Ganze auch per digitalem Überallradio DVB-H ausgestrahlt werden. »Dann kann man unser Programm sogar per entsprechend ausgestattetem Handy empfangen«, versprechen die »90elf«-Macher um Geschäftsführer Florian Fritsche. Mit ungeahnten und interaktiven Möglichkeiten für den Hörer. Der wird sich dann z. B. die Aufstellung seiner Lieblingself auf dem Display anschauen, Spielerporträts abrufen oder sogar eine E-Mail-Anfrage an den Kommentator stellen können.

Volker Marczynkowski
Volker Marczynkowski

Anstrengend für den Reporter

»Für uns ist das natürlich eine spannende Sache und gleichzeitig eine echte Herausforderung«, sagt MAINZER-Redakteur Mario Bast, der dem »90elf«-Kommentatoren-Pool angehören wird. »Denn wir müssen ja nicht nur das Spielgeschehen im Auge haben, sondern auch den Computerbildschirm.« Und ganz nebenbei sollten dann auch noch die Anweisungen von Volker Marczynkowski beachtet werden. Der Hamburger moderiert und koordiniert die Sendungen an den Spieltagen. Und da jeder Reporter auch Konferenzteilnehmer ist, heißt das: Er bekommt während seines Kommentars von Marczynkowski immer mal wieder zu hören: »In 30 Sekunden für zwei Minuten.« »Dann müssen wir den Schalter umlegen, von Dauerkommentar auf typische Radioreportage«, erklärt Bast. Und das möglichst sekundengenau, damit das Ganze auch entsprechend professionell klingt.

Vom Nachrichtenstudio ins Fussballstadion

Für unseren MAINZER-Kollegen aber kein Grund, sich graue Haare wachsen zu lassen. Erstens hat die »90elf«-Crew natürlich schon einige Probeläufe absolviert und zweitens bringt er selbst über zehn Jahre Radioerfahrung mit. Den Job am Mikro hat er dabei von der Pieke auf gelernt. Vom Posten als Praktikant aus ging es über den freien Mitarbeiter zum Volontär bis hin zum News-Anchor. Zuletzt war er Ablaufredakteur der Morningshow seines Haussenders MainFM. Parallel dazu war er stets auch als Livereporter unterwegs. Hauptsächlich beim Fußball, aber auch bei zahlreichen anderen Sportarten war er nicht nur als Fan und Zuschauer mit dabei. Ein Erfahrungsschatz, der nicht nur ihm selbst nützlich ist, sondern von dem auch der MAINZER profitiert, wie der ein oder andere Artikel in diesem Heft beweisen.


Rasta Mobi