Heft 214 Juli 2008
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Mein Lieblingsbuch

Tabea Rößner, stv. Fraktionssprecherin BüNDNIS 90/DIE GRüNEN im Mainzer Stadtrat

Der Schatten des Windes


Tabea Rößner, stv.Fraktionssprecherin  BüNDNIS 90/DIE GRüNEN im Mainzer Stadtrat
Tabea Rößner

»Es gibt nicht ein bestimmtes, das ich als mein Lieblingsbuch bezeichnen würde. Aber es gibt Bücher, die mich für den Augenblick fesseln und es gibt meine Klassiker, die ich immer wieder zur Hand nehme. Besonders gern greife ich zu der Reihe »100 Gedichte« des Aufbau-Verlags. Zurzeit gehört der Band von Heinrich Heine zu meinen Lieblingen. Manchmal bleiben Bücher lange liegen, bevor ich sie lese. Besonders , wenn sie mir mit dem Hinweis geschenkt werden, dass selbst Joschka Fischer dieses Buch empfehle - als ob ich automatisch den gleichen Geschmack hätte wie er, nur weil ich der gleichen Partei angehöre wie er.

So ging es mir mit dem Buch »Der Schatten des Windes«, das ich erst in den letzten Herbstferien zu lesen begann und nach den ersten Seiten nicht mehr aufhören konnte. In dem Roman wir der zehnjährige Daniel von seinem Vater zum »Friedhof der vergessenen Bücher« geführt, wo er sich ein Buch aussuchen darf, für das er verantwortlich sein soll. Daniel wählt das Buch »Der Schatten des Windes«, dessen rätselhafter Autor Julián Carax vor Jahren spurlos verschwand. Daniel bekommt immer mehr über Julián Carax heraus und auf seltsame Weise spiegelt sich vieles in seinem eigenen Leben wieder. Er wird verfolgt, bedroht und verliebt sich in ein Mädchen, dessen Schicksal ebenfalls mit dem Schriftsteller verwoben ist.

Der Roman »Der Schatten des Windes« ist gut zu lesen, manchmal vielleicht ein wenig überladen, auf jeden Fall aber vielschichtig ein schaurig schöner Liebesroman und eine verzauberte Detektivgeschichte.

Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes

Carlos Ruiz Zafón: »Der Schatten des Windes«.
Insel Verlag, Frankfurt am Main 2003.