Heft 212 Mai 2008
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Zwei Jahre
Ristorante Classico


Auch das Draiser Ristorante Classico feiert ein kleines Jubiläum und bedankt sich bei allen Besuchern für das in den letzten zwei Jahren entgegengebrachte Vertrauen. Man wird auch in Zukunft mit täglich frisch zubereiteten saisonalen Speisen die Gaumen der Gäste erfreuen und darauf achten, dass Preis, Leistung und Service aufs Beste harmonieren. Nico, Pasquale und das ganze Team freuen sich über Ihren Besuch und wünschen der Freiwilligen Feuerwehr Mainz-Drais alles Gute und viel Erfolg für das bevorstehende Jubiläumsfest.


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Drais

Drais feiert mit seiner Freiwilligen Feuerwehr

Vor den Toren der grossen Stadt


Wappen von Mainz-Drais

Drais ist mit knapp 3.200 Einwohnern und 308 Hektar Ortsfläche der kleinste Stadtteil von Mainz und wurde 1969 zusammen mit fünf weiteren Vororten eingemeindet. Es liegt auf einer Anhöhe südwestlich der Landeshauptstadt und ist von Finthen, Bretzenheim und Lerchenberg umgeben. Landwirtschaftlich ist es besonders von Obst- und Gemüseanbau (Kirschen, äpfel, Birnen, Spargel) geprägt.

»Ja, hier ist die Welt noch in Ordnung« könnte man bei einem Spazierung durch die Draiser Fluren sinnieren – zumindest dann, wenn die Winde für die Bewohnerinnen und Bewohner des kleinsten Stadtteils günstig wehen und sich keine Flugzeuge im Startoder Landeanflug befinden: Die Nähe zu den Flugplätzen in Frankfurt und Finthen bringt eben nicht nur Vorteile mit sich.

Trotzdem: Nach der Eingemeindung gelang es, hier in den Ausläufern des rheinhessischen Hügellandes, ein Nebeneinander von dörflicher Idylle und städtischen Annehmlichkeiten zu schaffen und auch zu erhalten, auf die mancher neiderfüllt blickt.

Der befürchtete Wandel zu einer reinen Schlafstätte fand nicht statt - das Dorf- und Vereinsleben funktioniert auch heute noch bestens und ist ein wichtiger Integrationsfaktor – auch für Neubürger: Da ist der große traditionsreiche Sportverein, die TSG Drais, bei dem man die klassischen Sportarten vom Fußball bis zum Tischtennis betreiben kann - und mitten im Dorf treffen sich sonntäglich die Mitgliederdes ABCD (Allgemeiner Boule Club Drais) um ihre Kugeln möglichst nahe am »Schweinchen« zu positionieren – dabei natürlich immer ein Glas Rotwein in Griffnähe.

Die musikalischen Akzente werden vom Männergesangverein, dem 1. Draiser Pop- und Gospel-Chor »Da Capo« und dem schon vielfach ausgezeichneten Modernen Musikzug Rheingold Mainz e.V. gesetzt. Die Draiser Tanzgruppe (Männer dringend gesucht !!!) weiß stets, die vorgegebenen Töne ansprechend umzusetzen. Und was wäre ein funktionierendes Dorfleben ohne einen aktiven Bauernverein, stets rührige Landfrauen und natürlich – seinen Carneval Club: Der DCC konnte in diesem Jahr ein erstes närrisches Jubiläum feiern: 11 Jahre ist man schon aktiv.

Alljährlicher Höhepunkt des Vereinslebens ist – wie sollte es anders sein – die Kerb: bestens gemanaged von der Vereinsringsvorsitzenden Erika Best wird es auch in diesem August auf dem Dorfplatz wieder ein Wochenende lang (16. - 18. 8.) hoch hergehen.

Wo hatten die Römer eigentlich ihr Wasser her


»Aus Finthen« – so lernt man es heute noch in der Schule. Allerdings finden es einige Historiker schon merkwürdig, dass die Draiser Wasservorräte zur römischen Zeit angeblich nicht angetastet wurden. Leitet sich doch der Name des Stadtteils wahrscheinlich vom gotischen »driusan« ab - was nichts anderes als »sprudelnde Quellen« bedeutet.

überhaupt – was wären die Draiser ohne ihre intensive Neckkultur mit dem Nachbarstadtteil? Angeblich wurden von den Finthern zu früheren Zeiten die dicksten Draiser Gickel entwendet und die reichsten Töchter weggeheiratet – und die Sache mit dem Taufstein ist auch noch nicht vergessen. Wer zur vorgerückten Stunde in der überschaubaren Gaststättenszene dieses Thema anschneidet erfährt so manche erheiternde Anekdote.

Womit wir aber bei einem überraschenden Umstand wären: »Gehen wir zu Maria oder Pasquale? « lautet die Frage, wenn man abends ausgehen möchte: In Drais gibt es gerade einmal zwei Möglichkeiten zur geselligen Einkehr: Das Café Klatsch (seine Schnitzelabende sind mehr als nur ein Geheimtipp) und das Ristorante Classico von Nico und Pasquale. Man könnte daraus fast den Fehlschluss ableiten, dass die Draiser nicht gerne feiern. Weit gefehlt: die großen Feste des kleinen Dorfes sind in ganz Mainz bekannt - und ein neuer Superlativ steht nun in Mai an:

125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Drais


Die Freiwillige Feuerwehr von Mainz-Drais in Action Vom 16. bis 19. Mai feiert die Freiwillige Feuerwehr Mainz-Drais ihr 125-jähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten finden auf der großen Festmeile am Rande des Stadtteils statt. Damit finden die Vorbereitungen unter Führung des Wehrführers Steffen Molitor nach fast sieben Jahren harter Arbeit ihren Abschluss. Pressesprecher Kai Schüler legt Wert auf die Feststellung, dass es ein Fest für das ganze Dorf ist: Die Vereine und viele private Helfer unterstützen tatkräftig die Festlichkeiten.

Allein die Anmeldung zum Festumzug am Sonntag mit rund 1200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist der beste Beweis für eine gelungene Vorbereitung. Für das Fest wurde eigens ein 25.000 mē Festplatz an der Straße nach Finthen vorbereitet. Hier befindet sich auch das große Festzelt mit einem Fassungsvermögen von 2000 Personen. Die Veranstalter setzen alles daran, dass es am 17. Mai bis auf den letzten Platz gefüllt sein wird, wenn die BigBand der Bundeswehr hier auftreten wird.

125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Drais

Auszug aus dem Festprogramm:
  • Freitag, 16. Mai 2008, 20 Uhr Jubiläumsfeier unter Mitwirkung der Draiser Vereine (Eintritt frei)
  • Samstag, 17. Mai 2008, 11 Uhr »Wir für Euch« – Leistungsschau der Notfallhelfer
  • 20 Uhr Großer Jubiläumsabend mit der Big Band der Bundeswehr
    (Vorverkauf 16 €, Abendkasse 18 €)
  • Sonntag, 18. Mai 2008 10.30 Uhr Ökumenischer Festgottesdienst
  • 12 Uhr Mittagessen
  • 14 Uhr Festumzug durch die Draiser Straßen
  • 19.30 Uhr Pop- & Folkloreabend mit der PFG-Mainz
  • Montag, 19. Mai 2008 10.30 Uhr Frühschoppen

(-mdl-)