Heft 212 Mai 2008
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Freude an einem
gepflegten Garten.


Warum wollen Sie sich auch noch abends und an Wochenenden mit zeitraubenden Arbeiten wie dem Bewässern von Pflanzen aufhalten? Genießen Sie Ihre wohlverdiente Freizeit doch lieber mit Ihrer Familie und Ihren Freunden. Während der Urlaubszeit fehlt es sehr häufig an dem für die Gärten notwendigen Niederschlägen. Wo früher Nachbarn einsprangen, erledigen heute automatische Beregnungssysteme die Wasserversorgung. Heute werden in Ihrer Abwesenheit die Pflanzen exakt mit der notwendigen Wassermenge versorgt. Fa. Stock Beregnungstechnik betreut Sie umfassend - von der Planung, über ein leistungsgerechtes Angebot bis hin zum professionellen Einbau der Anlage. Das 18-köpfige Team ist stets bemüht die vollste Zufriedenheit seiner Kunden zu gewährleisten. Als »Autorisiertes Service Center« der Firma Rain-Bird für das Rhein-Main-Gebiet hat Stock Beregnungstechnik sein Know-how in den letzten 14 Jahren bereits in zahlreichen Privatgärten, Grünanlagen und Sportstätten bewiesen.

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Blühende Gärten und Balkone

Was uns Frühlingsblumen alles erzählen könnten

Vom Auf und Ab einer blühenden Zwiebel


Der Gärtner beim bewässern seiner Planzen

Tulpen sind heute, ihre Züchter und Produzenten mögen den Ausdruck verzeihen, eine billige Massenware, die ein beliebtes Bildmotiv ist. Zehntausende Blüten wiegen sich im Wind von seichten Schlagern besungen: »Tulpen aus Amsterdam«. Sie werden von Malern auf Leinwand verewigt und unzähligen Tagestouristen auf Film bzw. Speicherkarte gebannt. So schön kann Holland sein hinterher lädt das Busunternehmen auch noch zu einem unverbindlichen Besuch ins Blumenhaus ein: 10 Cent die Blumenzwiebel Mengenrabatt gibt’s auch noch.

Die Lieblingsblume des Sultans, benannt nach dem »tülbent«, einer historischen türkischen Kopfbedeckung trat nicht immer in solchen Mengen auf. Im 16. Jahrhundert war sie in Mitteleuropa wertvoller als Gold und Edelsteine. Ihre europäische Geschichte begann 1554, als Kaiser Ferdinand I. den Diplomaten Ogier Ghislain de Busbecq zu Friedensgesprächen nach Konstantinopel schickte. Der Sultan hatte jedoch keine Lust auf Verhandlungen und übergab Busbecq wohl als Trost für die unnötigen Reisestrapazen ein paar Tulpen- und Hyazinthenzwiebeln, sowie einige Fliederpflänzchen. Der so reich Beschenkte brachte alles heil nach Wien, wo sich der kaiserliche Hofgärtner Charles de l’écluse (Carolus Clusius) um die Diplomatenfracht kümmerte. Besonders die Tulpen hatten es l’écluse angetan. Als er 1593 an die Universität Leiden ging, führte er auch eine Zwiebel-Kollektion mit sich, durch die er einen nie erwarteten Boom auslöste.

Tulpomanie und Börsencrash


Tulpen wurden zur absoluten Modepflanze. Wer etwas auf sich hielt, pflanzte die Blume an, gab Bilder in Auftrag und schmückte Frauen mit ihr. Die Tulpe wurde an Börse und auf dem Schwarzmarkt zum Spekulationsobjekt. Auf dem Höhepunkt der »Tulpomanie« zahlte man bis zu 10.000 Gulden für eine Zwiebel (!) das Vierzigfache des Jahresgehalters eines Handwerkmeisters.

Zum Crash kam es am 5. Februar 1637, als für einen Posten Zwiebeln umgerechnet rund 1 Million Euro bezahlt wurden. Plötzlich blieben die Käufer weg Verträge konnten nicht mehr erfüllt werden. Eine Prozesslawine drohte die von der Regierung aufgehalten wurde, indem alle Gerichtsverhandlungen, in denen es um Tulpen ging, verboten wurden. Eine Katastrophe für viele Floristen und Händler, die vor dem Ruin standen. Aber auch die Auslöserin dieser Wirtschaftskrise, die »Semper Augustus« endete tragisch: Als sie von dem Mosaikvirus befallen wurde, vernichteten die Händler sie bis auf die letzte Zwiebel, um ihre übrigen Bestände zu schützen. Nur noch Gemälde dokumentieren wie das begehrenswerte Objekt einmal ausgesehen hat.

Zum Glück haben etwa 150 Arten und zahlreichen Hybriden der Gattung »Tulpe« aus der Familie der Liliengewächse (Liliaceae) überlebt.


(-mdl-)