Heft 208 Januar 2008
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Literatur Hören

Hier gibt’s was auf die Ohren:

Für die ganz Kleinen und die richtig Großen


Literatur zum Hören

Literatur lesen macht Spaß; Literatur hören mindestens genau so viel! Ob in einer Buchhandlung oder Bücherei in Mainz gibt es jede Menge Möglichkeiten akustisch in das Reich der großen Lyriker, Poeten und Geschichtenerzähler einzutauchen und sich auf literarische Reisen zu begeben. Also, Ohren auf, auch in diesem 2. Teil unserer Literatur-Hör-Reihe gibt es viel zu entdecken: Die Kinder- und Jugendbuchabteilung der Anna-Seghers Bücherei richtet in Punkto Vorlesen ihr Hauptaugenmerk auf die ganz Kleinen.

Denn, so sind sich die Initiatoren des einmal im Monat stattfindenden Vorlesetages sicher: wer schon in jungen Jahren vorgelesen bekommt, der hat später auch mehr Lust selbst zu lesen. Jeden dritten Samstag im Monat findet daher um 11 Uhr besagter Vorlesetag statt, an dem zunächst ein Bilderbuch kommentiert und gelesen und im Anschluss ein Kinderbuch vorgelesen wird. So sollen sowohl die ganz Kleinen als auch die etwas Größeren auf ihre Kosten kommen und dabei die Lust am geschriebenen Wort entdecken.

Die Lust am Lesen haben die Mitarbeiter der Bücherei am Dom schon längst für sich entdeckt. Immer wieder begeben sie sich auf die Suche nach neuen Leckerbissen auf dem Büchermarkt und teilen ihre Entdeckungen gerne mit anderen Lesebegeisterten. »Literaturbistro« nennt sich eine alljährliche Veranstaltung, an der Mitarbeiter der Bücherei und ausgewählte Gäste ihre jeweiligen aktuellen Lieblingsbücher präsentieren und daraus vorlesen. Das Ganze soll in erster Linie zum Lesen anregen, doch auch über das Gehörte diskutieren ist hier ausdrücklich erwünscht. Die Ohren spitzen muss man hier nicht nur, um Literatur zu hören, auch musikalisch hat das »Literaturbistro« einiges zu bieten: Untermalt wird die Veranstaltung nämlich oftmals mit entspannter Livemusik.

Für den Sommer können Sie sich auch gleich eine weitere Veranstaltung der Bücherei am Dom vormerken, denn dann heißt es »Anker lichten« und auf literarische Reise gehen und zwar auf dem Literaturschiff von Mainz in den Rheingau und wieder zurück. Mit an Bord: immer zwei bis drei Autoren und für die volle akustische Beschallung eine Liveband.

Eher nachdenklich geht es hingegen bei Lesungen im Weltladen Unterwegs zu. Die Veranstaltungen haben hier meist bewusst einen aufklärenden Charakter und behandeln fast alle das Thema »Nord Süd«. Die Autoren sind dementsprechend aus allen Teilen der Erde; zweisprachige Lesungen mit Autor und Dolmetscher sind im Weltladen also keine Seltenheit. Doch trotz des meist entwicklungspolitischen Hintergrundes soll der Unterhaltungsfaktor bei diesen Lesungen nicht zu kurz kommen im übertragenen wie im wörtlichen Sinn: nach der eigentlichen Lesung sind die Zuhörer daher eingeladen Fragen zu stellen und zu diskutieren, denn, so Stefanie Schaffer, Bildungs- und öffentlichkeitsreferentin des Weltladens: »So eine Veranstaltung lebt natürlich vom Dialog.«

Diskutieren, Fragen stellen und mit dem Autor ins Gepräch kommen das ist auch das Ziel der Lesungen in der kleinen Buchhandlung Shakespeare und So in der Gaustraße. Zwei- bis dreimal im Jahr finden hier Lesungen statt, die dem Zuhörer unter anderem die Gelegenheit bieten sollen die Autoren aus der Reserve zu locken. Die Erfahrung hat dabei gezeigt, dass sich in dem kleinen Laden nach anfänglichem Frage Antwort Spiel oft tiefgreifende Gespräche zwischen Autor und Publikum entwickelten. Also allerlei hochwertiges für die Ohren.

Eine sichere Anlaufstelle für Lesungen aller Art ist auch der Frankfurter Hof in der Augustinerstraße. In Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro der Stadt Mainz werden hier die verschiedensten Bücher und Werke dem Publikum dar geboten: ob satirisch, komisch oder nachdenklich die breite Angebotspalette an Lesungen im Frankfurter Hof lässt sich schwer in eine Schublade stecken. Im Januar geht es hier allerdings eher lustig zu, wenn der gebürtige Braunschweiger Axel Hacke am 15.01. ab 20 Uhr aus seinem Buch »Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück« liest.


Katrin Henrich